Im Xinhainesischen Fernsehen

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  • Im Xinhainesischen Fernsehen

    Kurz vor Sendeschluß strahlt das Zentrale Xinhainesische Fernsehen wie gewöhnlich die Programmvorschau in Laufschrift aus, doch etwas ist anders als sonst, ganz dezent findet sich da bei einem der Punkte auf dem Bildschirm der Hinweis


    ...
    Renziatischer Pokal:
    Endspiel Hansastan-Chinopien
    Bild- und Tonübernahme vom kaiserlichen Fernsehen
    ...


    Manche der Zuschauer reiben sich ungläubig die Augen. Dann wird noch einmal auf den Sprecher umgeblendet und der verliest folgndes:

    Der hochverehrte und geliebte Große Führer Genosse Wen Cheng Chang, erfuhr von dem Wunsch unserer Werktätigen das Endspiel des renziatischen Pokals zu sehen und sofort ordnete er an, daß man das Spiel zeigen solle, damit niemand das Spiel zu verpassen brauche. Im Namen des Zentralen Fernsehens der Demokratischen Volksrepublik Xinhai wünschen wir unseren Landsleuten einen guten Erfolg bei dem besagten Spiel und allen Zuschauern einen guten Empfang.

    Danacch kurz Testbild und dann Schnee, in den Grenzgebieten wie gewohnt die ganze Nacht Testbild.
    Generalissimus Wen Cheng Chang
    Großer Führer und Staatspräsident der DVR XInhai
    Generalsekretär des ZK der KPX
    Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates sowie der Plankommission
  • Handlung:
    Im Fernsehen wurde natürlich die ganze Zeit fast durchgängig über den Nationalen Volkskongress berichtet, und so wurde natürlich auch die Wahl von Liu Qi zum neuen Präsidenten live gezeigt und wie die Hände nach oben gingen live gezeigt ...





    Handlung:
    Der Kommentator überschlägt sich fast in seinem Redefluss:



    Genossen, Werktätige,

    heute ist ein großer Tag für die Volksrepublik, den Ausdruck der Volksmacht! Wie von den Werktätigen und dem gesamten Volk gewünscht, wurde Genosse Liu Qi, der geliebte Minsterratsvorsitzende, der Held der Volksmacht, in demütigen Andenken an die Leistungen des Großen Führers, dessen Taten auf alle Zeit unvergessen sind und nun durch den neuen Präsidenten weitergeführt werden, zu dessen Nachfolger gewählt!
  • Handlung:
    Das xinhainesische Fernsehen hat neben dem Dauerthema Mique-Tsao nun ein neues Thema gefunden, mit dem man sich auch endlich mal wieder mit dem eigentlichen "Lieblingsfeind" beschäftigen kann: die geplante Fusion Chan Sens mit Peninsula in Astor. Vor allem der Gouverneur von Chan Sen, Alexander Huang, wird in gut-xinhainesischer Art zum Fürsten der fünften Höllendimension gestempelt. Die netteste Betitelung aufgrund seiner Aussagen ist noch, dass er eine Hure des astorischen Kulturimperialismus sei, die sich, seine Wurzeln und sein Volk verrät und daher eigentlich gehängt werden müsste.

    Da ist es auch nicht verwunderlich, dass Reportagen gezeigt werden, wie weiße Polizisten in den Straßen von Chan Sen vermeintlich Jagd auf unschuldige chinopischstämmige Menschen machen, brandschatzen, vergewaltigen sowie die Chinopen unterdrücken und absichtlich in Armut halten, wofür "repräsentative" Aufnahmen zu sehen sind, die beweisen, dass alle Brüder und Schwestern in Übersee von Astor und G4-Verbrechern in menschenunwürdigen Zuständen "gehalten" werden.

  • Handlung:
    Eine offizielle Erklärung zu dem Terroranschlag in Koskow wird vermeldet. Vorhergehend war natürlich großer Pathos der Bilder angesagt, wie eine Horde Trauerfrauen die Toten beklagen und wie in einigen Kasernen Ehrenformationen aufmarschierten, um die Helden von Koskow zu ehren.



    ... mit aufrichtiger Anteilnahme sprechen Genosse Groß-Marschall Liu Qiu, der Ministerrat der Demokratischen Volksrepublik und das Politbüro der Kommunistischen Partei im Namen des Volkes und der Werktätigen ganz Chinopiens den Hinterbliebenen der beiden tapferen Märtyrer, die für das Gedeihen des Vaterlands ihr Leben ließen, ihr Mitgefühl und Beileid aus.
    Ganz Chinopien trauert an diesem Unglückstag um seine Brüder. Doch ihr Tod wird nicht umsonst gewesen sein, denn wir werden sie immer in unseren Gedanken und in unserem Herzen mit uns führen.

    Den Tätern dieses abscheulichen Verbrechens aber wird verprochen, dass sie keine ruhige Minute mehr haben werden, bis der Tod der Helden gesühnt ist, bis vergolten wurde, was vergolten werden muss, egal wo und wann dies sein wird ...

    Handlung:
    ... was auch immer dies im Xinhainesischen Sprachgebrauch bedeuten möge.

  • Handlung:
    ... lässt man sich dieses Mal über die "One World" - International Newscast Conference in Albernia aus. Nicht nur, dass man aufgrund des Titels Hasstiraden gegen die Imperialisten schmettert, die sich gewaschen haben; nein, vor allem weiß man den Grund, warum man selbst nicht eingeladen wurde und auch keinen Wert darauf legt: denn niemand verbreitet so wahre und tiefgehende Nachrichten wie das Xinhainesische Fernsehen selbst. Sollen die westlichen Propagandasender doch unter sich ausmachen, wie sie ihre Völer belügen - in Chinopien werden sie dazu nicht die Chance erhalten.

    Aber natürlich nimmt man noch Rücksicht auf die Teilnehmer der Liga, die ja nur an der Kofnerenz teilnehmen, um die G4-Verbrecher & Co. zu entlarven ...

  • Handlung:
    Das Xinhainesische Fernsehen zeigt die choreographisch bekannten Jubelbilder vom Einlauf des Träger Unteilbares Chinopien und seiner Begleitung in den Hafen von Nantong, wo er die ersten Fluggeräte aufnehmen wird, um die Testreihen zu beginnen. Über die Gerätstypen wird nichts vermeldet, aber natürlich ihre Schlagkraft in den höchsten Tönen gelobt - wie auch der Träger an sich, der so wunderbar funktionieren würde, dass die Imperialisten bereits vor Angst erzittern würden.

  • Handlung:
    Kaum ist die große Bombe geplatzt, berichtet das Xinhainesische Fernsehen ausführlichst über den Brief Liu Qis, in dem dieser die Chinopische Einheit durch demokratische Wahlen in gerechten Verfahren anbietet. Natürlich überschlagen sich die Moderatoren mit Superlativen für Liu Qi und die Partei, die so Großes beschlossen habe, womit der Wille des ganzen Chinopischen Volkes zur Einheit erneut berücksichtigt und artikuliert wird sowie Chinopien - wie es immer in Xinhai gesagt wurde - eins wird.

    Natürlich hört man sich auch auf der Straße um, wo ein Befragter in Tränen ausbricht, dass er das noch erleben darf, dass das Vaterland endlich wieder zusammenwächst: "Dem Großen Liu Qi sei Dank, und dem Großen Führer Wen Cheng Chang, der die Grundlage gelegt habe!"

    Zwischendurch berichtet man natürlich über das Vebrecher-Rassisten-Imperialistenregime in Andro, was sich zum Schlag gegen das friedliebende Chinopien rüstet.

  • Handlung:
    Im Xinhainesischen Fernsehen wird nunmehr unaufhaltsam über die 'hinterrückse' Antwort auf den so 'wunderbaren' Vorschlag Liu Qis berichtet. Eine Erklärung des Ministers für Volksaufklärung, Tao Song De, führt aus, dass man nun zunächst die 'allseitige und überaus tiefe Traurigkeit überall in Chinopien' überwinden müsse, die dieser 'Verrat am Vaterlande' mit sich gebracht hat. Damit werde aber bewiesen, 'dass diese Kreise [die Regierung des Gelben Reiches] überhaupt nicht an einer Vereinigung unseres Landes und Volkes interessiert sind, sondern die chinopischen Interessen an das verbrecherische und parasitäre Ausland verkaufen'. Die demokratische Regierung Xinhais - 'die einzig legitime Vertretung des gesamten Volkes Chinopiens' - werde aber an ihrem Ziel und ihrem Kurs festhalten, der die Einheit des Volkes bringen wird. Dafür wird der Kampf darum mit neuem Mute weitergeführt, denn 'auch die Chinopen im Westen und Norden wollen dies - und dies wird nun gezeigt. Der Kampf der Massen gegen die Vebrecherkreise, die das Vaterland verraten, wird nun intensiviert durch Demonstrationen und Aktionen der heimatliebenden Chinopen im Westen'. Auch in anderen Teilen Chinopiens werde man die Anstrengungen noch vergrößern ...

    Entsprechend zeigt man (zumindest vorgeblich) in Reichschinopien Interviewte, die allesamt bei der Beantwortung der Frage anch der Ablehnung schluchzend und weinend etwa erklären, dass sie sich so sehr die Einheit Chinopiens auf Grundlage des xinhainesischen Vorschlages ersehnen und sich den geplanten Demonstrationen und Aktionen gegen ihre Regierung, die die Harmonie Chinopiens in all seinen Teilen überhaupt nicht wolle, anschließen werden.

    Neue Zielscheibe wird natürlich auch Long Ju. In einer "Dokumentation" (wie sie für alle Politiker des Gelben Reiches vorbereitet ist) wird die "Wahrheit über sein Leben und seine Machenschaften" aufgezeigt: Als der größte Imperialist, Kapitalist und Feudalist von allen habe er sein Geld mit Zuhälterei, Frauen-, Kinder-, Sklaven- und Opiumhandel sowie natürlich mit der Ausbeutung der versklavten Werktätigen verdient, die unter ihm 16 Stunden am Tag für 20 Gramm Reis arbeiten müssten - die Frauen der Belegschaft hätten ihm persönlich darunter hinaus stets zur Befriedigung seiner Neigungen zu Verfügung zu sein, oder aber er würde an einen seiner ausländischen Geldgeber verkaufen. Seinen Aufstieg verdanke er diesem blutverschmierten Geld, der Korruption und fast selbstredend den Interessen Andros, Astors, Neuenkirchen und ihrer Verbrecherbande in Antica, die über ihn das Vaterland unterjochen und geteilt halten wollen, damit das vereinte Reich der Mitte nicht stärker als sie alle zusammen werde, wodurch es ihre Verbrechen der Bereicherung aufgrund des Ausspressens der Völker der Welt überall beenden könnte.