Angepinnt Königreich Nándǎo

  • Nandao

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  • Königreich Nándǎo



    Die rund 6.500 km² große, an der Grenze zwischen Asurik und Gelben Meer gelegene Insel Nándǎo (chin. für „südliche Insel“) ist für Verhältnisse der modernen Welt ein unberührtes exotisches Paradies. Die Menschen leben hier von der Landwirtschaft und der Textilindustrie. Man mag zwar hier nicht auf dem neusten Stand der Technik sein, aber Hunderte von Jahren ist man nun auch nicht zurück. Aufgrund der Insellage konnte sich nie wirklich eine Industrie heraus bilden, die meisten solcher Produkte werden aus Chinopien bzw. Diyarasu und Hansastan bezogen. Oftmals sind alte Automobile, die dort nicht mehr in Mode waren, hierher verschifft wurden – daher kann man hier viele Klassiker, die man in den großen Ländern nicht mehr findet, in voller Pracht genießen.

    Vor allem kulturell ist Königreich eine Mischung verschiedenster Einflüsse. Um das Jahr 600 herum kamen erstmal Menschen hierher. Fischer aus dem heutigen Diyarasu entdeckten es eher ungewollt, als man von einem Sturm abgetrieben wurde. Schnell machte die Kunde der Entdeckung die Runde und es sollte nicht lange dauern, bis die ersten Siedler auf den Dschunken über das Meer kamen. Später kamen immer wieder Einwanderungswellen aus Chinopien, manchmal waren es Abenteurer, manchmal sogar Verbannte. Auch heute noch ist der größte Teil der Bevölkerung ethnisch chinopsicher Abstammung, obwohl später natürlich auch andere Bewohner kamen. Vor allem eine Gruppe ist in diesem Falle wichtig, denn die Bewohner Nándǎos unterscheiden sich von den aller-allermeisten Chinopen nicht durch die Sprache - hier wird ein süd-chinopischer Dialekt gesprochen, auch da der Kontakt zum Chinopischen Festland niemals wirklich abriss -, sondern durch die Religion: bald 100 % sind Anhänger der biharischen Religion [Hinduismus].
    Diese kam mit Seefahrern aus dem Süden Hansastan im 11./12. Jahrhundert und konnte sich allmählich auf der Insel durchsetzen. Auch heute noch spielt die Religion eine große Rolle im Leben der Menschen und fast nichts ist nicht durch sie beeinflusst.

    Die Religion ist auch der Grund für eine weitere Besonderheit: der (Groß-) König der Insel trägt seit der Annahme der biharischen Religion nicht den eigentlichen chinopischen Königstitel eines Wáng, sondern den eines Dàjūn (Maharaja), auch wenn für die Staatsbezeichnung – auch um die Einordnung in das chinopische Weltbild zu vereinfachen – seit 1474 die chinopische Bezeichnung Wánguó (Königreich) Verwendung findet. Die dem Maharaja formal unterstehenden drei „Gouverneure“ tragen den Titel Lāzhě (Raja). Faktisch sind die Rajas eigenständige Herren, so dass der Maharaja de facto nicht viel mehr ist, als der Raja der Insel Hauptstadt. Ein jeder von ihnen herrscht über einige Siedlungen, denn auf Nándǎo leben nur knapp 100.000 Menschen und ein jeder von ihnen verfügt über kleinere Milizverbände, die mit leicht veralteten Handfeuerwaffen und kleinerem mobilen Gerät ausgerüstet sind und eigentlich nur polizeiliche Aufgaben erfüllen. Nur der Maharaja verfügt dazu noch über 4 ältere Kampfflugzeuge und 4 etwas in die Jahre gekommene Hubschrauber chinopischer Produktion, die die Luftraumsicherung gewährleisten. Zweimal im Jahr treffen sich die Rajas am Hofe des Maharaja um in Rat Entscheidungen, die die gesamte Insel betreffen, festzulegen.

    Die größte Siedlung ist die Hauptstadt Gāotān ("großer Strand"), welche am nordöstlichen Zipfel der Insel liegt. Hier leben mit Vororten etwa 25.000 Menschen und damit ein Viertel der Gesamtzahl der Inselbewohner. Die Stadt verfügt über einen Hafen und einen kleinen Flughafen, über den sich immer mal wieder Touristen hierher verirren.
    Die anderen Rajas herrschen in Shīpómiào ("Tempel des Shiva"), von wo aus der Nord(west)en der Insel beherrschaft wird. Der Raja von Yǔ'rè ("warmer Regen") kontrolliert den Südwesten der Insel, der Raja von Zōngchǎng ("Palmenort") den Süd(ost)en. Alle anderen Siedlungen entsprechen eher Dörfern.

    Geographisch ist die Insel zu drei Vierteln von Bergen vulkansichen Ursprungs bedeckt, der Rest – der tropische Lage geschuldet – ist teilweise dicht bewachsen. Das Klima ist tropisch-warm, der Regen ist aber aufgrund der Berge sehr unterschiedlich verteilt, so dass man auf dem realtiv beschränkten Raum der Insel viele verschiedene Landschaftsbilder entdecken kann. Nur wenige Verkehrsstraßen zerschneiden die Landschaft und verbinden die Siedlungen miteinander.

    Nach der Eroberung des heutigen Diyarasu im Jahre 1474 schickte Kaiser Petchyko auch eine Flottenexpedition nach Nándǎo. Der Maharaja erkannte die Oberhoheit des Herren der 1000 Jahre an und wurde formal ein chinopischer Vasall, was aber aufgrund der Tatsache, dass auf dem Seeweg etwa 1.700 km bis nach Diyarasu zurückgelegt werden müssen, eher eine nebensächliche Rolle spielte.
    Maharaja von Nándǎo
  • Flagge des Königreiches Nandao



    Die Flagge des Königreiches Nandao verbinden die prägenden Elemente seines Seins: die chinopische Kultur und der hinduistische Glaube.
    Das Gelb des Flaggentuches steht für die Verbindung zu Chinopien und den Kaiser.
    Das Schriftzeichen unten gen Mast ist eine stilisierte Form des Schriftzeichens 唵 (ǎn), die chinopische Form des Om.
    Die Farbe Schwarz symbolisiert die Ehre.
    Maharaja von Nándǎo