Allgemeines

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  • Yen Jay schrieb:

    Leider komme ich zu der Feststellung, dass dieses Land brach liegt, wenn der Monarch abwesend ist.
    Wenn meine Mutter diesen Umstand zum Prinzip erklärt hätte, wäre sie immer noch Kaiserin ...

    Mein Reden von der besonderen Verantwortung kommt ja auch nicht von ungefähr ... Wobei das ehrlich gesagt damals zeitweilig genau andersherum war. ;)
    Qiánhé

    verstorbener Sohn des Himmels, Göttlich Erhabener Kaiser

    * 05.01.1967 / + 06.07.2013
  • Wenn es um meine wenigkeit gehen sollte, ehrenwerte Exzellenz, ich werde mich sowohl als auch eintragen lassen (CartA und OIK).

    Mit dem Imperium Ladinorum bin ich diesbezüglich ebenfalls in Verhandlungen, welche bei mir sogar anfragten ob ich neben eurem Reiche siedeln wolle. Diese Anfrage habe ich mit einer positiven Antwort beschieden.

    Hochachtungsvoll
    Sipal Hesch III.
    Reichsmarschall und bevollmächtigter Diplomat des KGS Süd-Seeland

    - Träger des Order of the Grand Empire,
    - Träger der Efficiency Medal,
    - Träger des Order of National Security




  • Sipal Hesch III. schrieb:

    Wenn es um meine wenigkeit gehen sollte, ehrenwerte Exzellenz, ich werde mich sowohl als auch eintragen lassen (CartA und OIK).

    Mit dem Imperium Ladinorum bin ich diesbezüglich ebenfalls in Verhandlungen, welche bei mir sogar anfragten ob ich neben eurem Reiche siedeln wolle. Diese Anfrage habe ich mit einer positiven Antwort beschieden.

    Hochachtungsvoll

    Das beruhigt mich doch schon einmal. Sobald die Reservierung bei der CartA durch ist bzw. absehbar ist, dass sie durchkommt, können wir gerne über alles reden. ;)
    Prinz Jin Youzhang

    Reichsminister des Äußeren und stellvertretender Reichskanzler

    Spross der Großen Qing-Dynastie
    Ihrer Majestät Vetter 6. Grades
  • Naja, der Weltfrauentag kann mir nach den letzten Meldungen des Tages gern gestohlen bleiben: Meine Mutter hat die OP an der Schädeldecke gut überstanden, ihre Mutter/meine Oma die OP wegen eines übersehenen Beckenbruchs nicht ... ;(

    Wenn jemand einen schönen Ort zum Sterben sucht: Das Krankenhaus Dölau in Halle/Saale eignet sich hervorragend dazu. Die übersehen öfter Dinge, die behandelt werden müssten, um das Leben deutlich zu verlängern ...

    Uroma, Großtante, Opa (mein Lieblingsmensch) und nun auch Oma. Mir geht angesichts dieses Krankenhauses nur ein Satz durch den Kopf: "Verbrennt sie alle, soll Gott sie aussieben."
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Der Tag gestern war ... wechselhaft, interessant und wertvoll ... und jedes Wort ist eine pure Untertreibung.

    Wir (Vater, Mutter, Onkel, Tante, meine Schwester) waren 16:00 Uhr zum Besuch auf der Intensiven. Meine Mutter und mein Onkel waren die durch (keine zwei Monate alten und im Zuge der für meine eigene Mutter ihrererseits aufgestellten) Patientenverfügung eingesetzten Bevollmächtigten.
    Abschalten oder nicht? war die Frage. Man trifft im kalten, rationalen, ruhigen Moment Entscheidungen, wie im heißen, emotionalen, kritischen Moment zu verfahren ist. Doch sobald man am Bett steht, und sieht, was Maschinen und Chemikalien vermögen, klammert man sich mit allem, was man hat, an Hoffnung. Die Entscheidung fiel. Einstimmig. Wir folgen der Verfügung und stellen ab.


    Der impressivste Teil des Tages begann als der Arzt fragte, ob jemand dabei sein wollte. Ich meldete mich (direkt danach hatte ich den Gedanken, hoffentlich fühlt sich jetzt niemand verpflichtet - wie gesagt, meine eigenen Mutter war 6 Tage zuvor am Kopf operiert worden und hat sich bis heute nicht den Kopf und die Haare waschen dürfen. Und ich bin freiwillig getaufter, gläubiger und bekennender Protestant in einem Heer von zwar getauften Christen aber ideologischen Atheisten). Meine Schwester ging mit. Meine Schwester ist ebenfalls einer höheren philosophischen Ebene zugänglich. Wasser-Schwein und Feuer-Drache. Wir sind eine interessante Mischung und haben interessante Diskussionen ... ;)


    Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlasse. Man verliert das Zeitgefühl, aber man hat Zeit genug. Man sieht sich alles an, alle Maschinen, alle Anzeigen, alle Substanzen, alle Schläuche, die rein gehen, die rauskommen. Die Substanzen, die reingehen, die rauskommen. Alle Einblutungen, alle Abweichungen ...
    Dann kommt der Arzt und stellt fünf von sieben Maschinen ab. Und die Alarme. Man sieht den Morphium-Tropf ("5 ml/h" brennt sich ins Gedächtnis), der Gesamtwert steigt, nebenan zeigt eine Anzeige, wann die Ampulle leer ist. Es wirkt wie ein Countdown. Man verfolgt die zentrale Anzeige der wichtigsten Funktionen: Herzschlag, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Atemzüge.


    Meine Schwester und ich erzählen ihr und uns gegenseitig Geschichten, Erinnerungen ("Wo ist meine Zigarre zum 18.? Wo ist meine Oma?" ;)) und Phrasen ("Iss nur! Ich freu mich, wenn's dir schmeckt."), beichten Jugendsünden wie die mysteriös verschwundene rote Latzhose oder die Schwalbespuren im Kartoffelacker, die Ängste, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, und Kritik für den Obermotz, dass er einen beschissenen Sinn für Timing hat, eine Einladung zum Besuch, wenn unsere eigenen Gedanken schweigen - und dass der Obermotz ruhig mal die Lottozahlen fürs nächste Mal rausgeben und ihr, ihm oder beiden mitgeben könnte ;) ...


    Zum Ende hin fällt einem immer weniger ein, worüber man noch reden soll. Es wird stiller, meine Schwester und ich verlieren uns in den eigenen Gedankenwelten. Ich singe in Gedanken - Kinderlieder, Kastelruther Spatzen, Stefanie Hertl etc, die ich alle auf einmal ohne groß nachdenken parat habe.


    Halb 12, ich werd nervös, meine Schwester bekommt Herzstechen. Ich fasse meine Kreuzkette und spreche in Gedanken alle Glaubenstexte, die ich vollständig auswendig kann (Bekenntnis, Vaterunser, Ave Maria und Psalm 23). 23:35 Atemfrequenz geht auf Null. Herzschlag noch bei 41.
    Dann ergreift mich kurz darauf ein unbeschreiblicher Moment von Stille, von Ruhe, von Sorglosigkeit, von innerem Frieden. Ich schaue auf meine Oma; das Gesicht ist verändert, kein Leiden mehr, Schlafen, Entspannung, aufgegangen in sich selbst. Man kann es nicht beschreiben.


    Aber Körper, Geist und Seele sind drei verschiedene Dinge: Der Körper lag da. Der Geist konnte sich nicht äußern und die Seele wohnte definitiv noch inne.
    Meine Seele war beruhigt. Aber der geist will seine rationalen Zahlen haben, also schaut man wieder auf den Hauptschirm und sieht dann auch die HF bei 0. Dann schaut man sich um und sieht den Arzt im Hintergrund stehen. Und da gibt dann der Geist für den Moment Ruhe und lässt alle Emotionen nach außen dringen.


    Im Nachhinein sagte der Arzt, dass die kurze Zeit des "Übergangs" ein Beleg für den schlechten köprerlichen Zustand war und auch dafür, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich hab das wie in Trance gehört und kurz verdaut und dann ein wenig trotzig den Kopf gehoben: Nein! Sie hat gehört, dass wir bis Mitternacht bleiben wollten. Sie blieb so lange bei uns und den Geschichten, wie sie konnte, und ging, bevor sie alleine gewesen wäre. Es erfreut uns alle das folgende:
    "Es ist halb 12, ihr wollt um 12 gehen. Ich bin geblieben, so lange ich konnte. Ich weiß nicht, wie lange das Sterben dauert, aber ich gehe nun - halb 12 - damit es heute und nicht morgen ist, damit ich nicht allein bin und damit ihr nicht bleiben müsst."


    Mondlose, sternenklare Nacht mit wenig Wolken am Rande. Es ist ein perfektes Reisewetter, egal wohin, aber defintiv zu ihrem "Ottchen", zu einem Garten, Kaffee Kuchen. :)
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont