Abschnitt II - der Kaiser

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  • Abschnitt II - der Kaiser

    Abschnitt II - der Kaiser

    Art. 7 der Kaiser

    (1) Das Mandat des Himmels ist Ursprung und Voraussetzung der Kaiserwürde.
    (2) Der Kaiser ist Oberhaupt des Staates sowie Symbol seiner Einheit und Dauer. Er wacht als Schiedsrichter über das ordentliche Funktionieren der staatlichen Institutionen, fungiert als Hüter sowie Förderer der Chinopischen Zivilisation und repräsentiert das Reich nach Innen wie nach Außen. Die Person des Kaisers ist heilig und unverletzlich.
    (3) Sein herrschaftlicher Titel lautet: „Sohn des Himmels, Göttlich Erhabener Kaiser“.
    (4) Der Kaiser geht keiner anderen Tätigkeit nach.

    Art. 8 kaiserliche Befugnisse
    (1) Der Kaiser nimmt diejenigen Teile der Staatsgewalt selbst und auf diejenigen Weisen wahr, wie sie durch dieses oder ein anderes Gesetz bestimmt sind.
    (2) Dem Kaiser obliegen im Rahmen von Recht und Gesetz und gemäß diesen neben den in dieser Verfassung ausgeführten Angelegenheiten die folgenden:
    1. die Verleihung von Ehren und Auszeichnungen;
    2. das allgemeine Gnadenrecht;
    3. die Festsetzung der terminlichen Daten von Wahlen;
    4. die Festsetzung der terminlichen Daten von Volksabstimmungen;
    5. die Ernennung und Entlassung von hohen Beamten, Offizieren und Richtern des Kaiserreiches;
    6. die Beglaubigung von Gesandten des Kaiserreiches und Akkreditierung von Gesandten fremder Mächte;
    7. alle weiteren durch das Gesetz festgelegten Angelegenheiten.

    Art. 9 Regentschaft
    (1) Der Kaiser kann jederzeit einen Regenten berufen, der ihn bei der Ausübung seiner staatlichen Vollmachten vertritt.
    (2) Sollte der Kaiser minderjährig sein, bestimmt, sofern der vorherige Kaiser nicht vor Ende der Kaiserwürde einen solchen bestimmt hat oder der Regent sein Amt durch Tod oder Niederlegung beendet, die Reichsversammlung auf Vorschlag des Legislativ-Yuan des Staates Groß-Chinopien einen Regenten. Die Reichsversammlung kann mit der Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen einen neuen Regenten für einen minderjährigen Kaiser bestimmen, wenn dies durch den Legislativ-Yuan des Staates Groß-Chinopien vorgeschlagen wird; für diesen Vorschlag ist die Mehrheit aller Bundesstaaten und die Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen des Legislativ-Yuan erforderlich.
    (3) Die Reichsversammlung bestimmt einen Regenten, wenn niemanden unter dem Himmel seit mindestens 30 Tagen des Kaisers Antlitz vernommen hat und der Kaiser zuvor keinen Regenten benannt hat.
    (4) Mit Beginn der Regentschaft gehen alle staatlichen kaiserlichen Befugnisse auf den Regenten über, welcher sie im Namen des Kaisers ausübt. Die Regentschaft endet mit dem Zeitpunkt, an dem die Umstände, die zu ihrem Beginn geführt haben, nicht mehr vorliegen. Eine Abdankung des Regenten im Namen des Kaisers ist nichtig; ebenso wie die Aufhebung oder Änderung der vom Kaiser bestimmten Thronfolge.
    (5) Der Regent muss Staatsbüger des Kaiserreiches und gemäß dem Gesetz volljährig sein.

    Art. 10 Thronfolge
    (1) Der Kaiser bestimmt über die Thronfolge. Der Kaiser kann jeden Staatsbürger des Kaiserreiches zum Nachfolger erwählen.
    (2) Die Kaiserwürde endet mit Abdankung, Verschwinden oder Tod des Kaisers. Der Kaiser gilt als verschwunden, wenn niemand unter dem Himmel seit mindestens 90 Tagen sein Antlitz vernommen hat.
    (3) Durch Reichsgesetz kann für den Fall, dass der Kaiser die Thronfolge nicht geregelt hat, eine Thronfolgebestimmung aufgestellt werden.
    Qiánhé

    verstorbener Sohn des Himmels, Göttlich Erhabener Kaiser

    * 05.01.1967 / + 06.07.2013
  • Sehr geehrte Mitbürger.

    Ich möchte zuerst mit dem Hintergrund meiner Person beginnen, da ich dies für das Verständnis meiner Position für unabwendbar erachte.

    Ich bin der uneheliche Sohn der früheren Kaiserin Amai Li. Mein Vater Tang Yun ist vermögender Kaufmann mit rechtswissenschaftlicher Akademisierung, der durch die Ehe mit der Kaiserin selbst geadelt und später an den Kaiserlichen Gerichtshof berufen wurde und dort Recht sprach. Ich selbst wurde ins Ausland geschickt, wo ich die Schullaufbahn durchlief und mich in Wirtschaftswissenschaften akademisiert habe. Später kehrte ich zurück, um die Ausbildung zu einem Offizier an der Kaiserlichen Militärakademie zu durchlaufen. In meiner Familie kommt also Aristokratie, Kapital und Militär. Ich habe aber keinerlei Begehrlichkeiten gegen die Krone, meinen Verdienst finde ich Dienst an der Krone.

    Als Kleinkind wurde ich von meiner kaiserlichen Mutter zum Nanjue erhoben, noch bevor ich denken konnte. Aber Adel ist kein Geburtsrecht. Er wird allein erworben durch Taten. Die tradierten chinopischen Adelsregeln erlauben es, für Verdienste erbliche Adelstitel zu vergeben, die jedoch mit jeder Generation "auskühlen", bis sie schließlich erlöschen, sofern sie nicht erneuert werden.

    Das Adoptivkaisertum ist dem dynastischen Kaisertum in jeder Hinsicht überlegen. Wenn ein Kaiser sein eigenes Kind einsetzt, ist das sein Recht. Vor meinem persönlichen Hintergrund und aber auch aus Gründen der Staatsraison sollte es jedoch nur möglich sein, einen mündigen Chinopen zum Kaiser zu machen.

    Wie kann jemand das Mandat des Himmels ausüben, wenn er selbst keinen Willen bilden oder äußern kann? Das Mandat ist mehr als eine Formalie.

    Ich lehne daher das Institut des Kindkaisers rundherum ab. Die Regentschaftsregeln sollten einzig dann zum Tragen kommen, wenn ein bereits mündig gewesener Kaiser vorübergehend verhindert oder unmündig ist. Die dauerhafte Unmündigkeit, z.B. wegen geistiger Krankheit, würde letztlich zum Verlust des Mandates des Himmels führen.

    Wie in der aktuellen Situation zu verfahren ist, sei auch erst einmal dahingesteht, vorher müssen diese Fragen geklärt werden. Aber meine Mutter beendete einst die Ära der blassen Morgenröte, eine Zeit der Regentschaft, die auch nicht sonderlich beliebt war. Das Land muss geführt werden, von einem vollwertigen Kaiser, grundsätzlich ist eine Regentschaft in diesem Lande unschön.
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Ehrenwerter Regent,

    ich habe allgemeine Dinge angesprochen, weil allgemeine Dinge vor den speziellen nun einmal anzusprechen sind. Es wäre schön, wenn Ihr Euch ebenfalls zu den allgemeinen Dingen sachlich äußern könntet, bevor wir persönliche Differenzen behandeln, von welchen ich mit Euch keinerlei habe, Ihr aber anscheinend mit mir.

    Um aber eine Möglichkeit im Speziellen als Gedankenspiel anzusprechen: Haltet die Kaiserin für 90 Tage von der Öffentlichkeit fern und uns in der Zwischenzeit ein Thronfolgegesetz ausarbeiten. Es wäre keine Straftat, da man nicht gegen den Willen der Kaiserin handeln würde, da sie ja keinen Willen bilden kann.

    Und allein schon aus dieser ziemlich wenig Energie aufwendigen Option sollte man erkennen, wie wichtig es ist, dass der Träger des Mandates mündig sein sollte.
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Verehrter Herr,

    Ich denke der Begriff der Willensbildung, vor allem im Zusammenhang mit der Phrase des natürlichen Willens ist eine hauptsächlich philosophisch und juristisches Konzept. Eben jenen Feldern sollten wir es meiner Meinung nach auch überlassen, denn Fakt ist das Ihr wahrscheinlich jede Mutter Chinopiens fragen könnt mit Kindern in diesem Alter und sie wird euch sagen, dass diese durchaus ihren "Willen" haben und diesen auch durchzusetzen suchen. Es benötigt zugegeben häufig etwas Übung in der konkreten Deutung. Nur wegen Unserer mangelnden Kommunikationsfähigkeit im Kontakt mit Ihrer Kaiserlichen Hoheit dürfen wir Sie nicht gleich in Feage stellen. Auch die körperliche Unterlegenheit gegenüber der jetzigen Regierung ist nur ein schwaches und einfaches Mittel um Zweifel zu sähen. Viele Himmelssöhne und -töchter hatten den Zenit ihres Lebens schon lange überschritten und wären körperlich auch nur zu wenig Widerstand im Kontakt mit kritischen Stimmen fähig gewesen.
    -.-.- Erst wenn man sich nicht schämt, Fragen zu stellen, kann man gelehrt werden. -.-.-
  • Verehrte Dame,

    natürlich geht es um ein hauptsächlich juristisches Konzept, denn auch eine Verfassung ist nichts anderes. Eine Ordnung würde auch ohne niedergeschriebene Verfassung bestehen. Und dass die Verbindung einer Mutter zu ihrem Kind eine ganz besondere ist, bestreite ich auch nicht. Das Kind des Himmels ist aber Kind des Himmels und die Beziehung ist ebenfalls eine besondere. Sprechen und Kommunizieren muss der Kaiser aber vor allem mit dem Volk, welches ihn verstehen muss. Wenn nur der Himmel ihn versteht, ist das gut für unser aller Himmelsgnade, aber Staat ist damit wenig zu machen.

    Mein Punkt ist, dass eine Regentschaft die Ausnahme und relativ kurzzeitig sein sollte, und nicht für fast zwei Jahrzehnte die Regel.
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Ich vertrete meine Meinung lediglich ohne Scheuklappen und Tabus, um Lösungen für Probleme zu finden und die Situation zu verbessern. Ganz ohne Pathos und ohne Mythologie geht es natürlich nicht, da die Verfassung auch Ausdruck des kollektiven Bewusstseins unseres Volkes ist. Aber wenn lediglich die Staatsräson in die Waagschale werfe, sollte man das nicht gleich Kritik mit Untreue verwechseln.

    Meine Kritik gilt weniger der Kaiserin, als vielmehr dem toten Kaiser, welcher einzig als dynastischen Gründen die Last der chinopischen Krone einem Kleinkind aufgebürdet hat. Sogar der Regent wäre ein besserer Kaiser als ein Kleinkind.

    Könnten aber wir einfach Schritt für Schritt vorgehen und uns vom allgemeinen zum speziellen vorarbeiten?

    Und zum Allgemeinen ist meine Haltung:

    1. Der Kaiser sollte mündig sein, also fähig, einen Willen zu bilden und unmissverständlich zu äußern. Die üblichen Regeln bzgl. der Volljährigkeit sind ein guter Anhalt. Einfacher wäre aber die Bestimmung eines Mindestalters. Möglich sind 18 Jahre (übliche Volljährigkeit, 20 Jahre (zwei abgeschlossene Lebensdekaden) oder auch 14 oder 21 Jahre, welche ein Vielfaches der 7 sind, die in unserer Mythologie für Fruchtbarkeit steht.

    2. Sollte ein mündiger Kaiser in die Unmündigkeit verfallen wegen geistiger Krankheit oder Koma, dann bedarf es einer Instanz, die feststellt, ob diese Unmündigkeit dauerhaft ist oder nur vorübergehend. Diese Instanz könnte die Reichsversammlung, der KGH oder auch die Adelsversammlung sein. Ist sie dauerhaft, endet das Mandat des Himmels. Es entspricht nämlich nicht meinem Verständnis von den himmlischen Mächten, dass man bei der Vollstreckung ihres Willens den Verstand verliert. Die Götter lieben uns für die Nutzung der Vernunft, die sie uns eingehaucht und wovon sie uns vom Tier unterschieden haben.

    3. Bei temporärer Abwesenheit oder Verhinderung agiert der Regent schlicht als Stellvertreter des Kaisers ... quasi als Vizekaiser.
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Das was Ihr als Mythos und Pathos bezeichnet, heißt dem Volke Tradition verehrter Herr. In einem Volk mit einer so langen Geschichte wie dem unseren ist dies tief im gemeinschaftlichen Leben verwurzelt. Nicht ohne Grund ist die Ahnenverehrung essentieller Bestandteil des täglichen Lebens. Das Volk orientiert sich eher an vergangenem, nennt es gern auch bewährtes, anstatt an dem Neuen und Ungewissen.
    Geht einmal auf die Straße - verlasst den Kristallpalast Eurer jungen Ideale - und redet mit dem einfachen Mann auf der Straße. Das Volk verehrt die junge Tochter des Himmels genau wie seinen alten Kaiser. Keiner wird ihre Herrschaft in Frage stellen und ich denke Eure Vorschläge Werden auf Unverständnis und Unmut treffen. Außerdem denke ich nicht, dass das Volk es gerne hört, wenn Ihr den verstorbenen Sohn des Kaisers kritisiert - allein schon da er nicht mehr in der Lage ist sich Euren Aussagen direkt zu stellen...

    Handlung:
    Lässt sich etwas Tee servieren.

    -.-.- Erst wenn man sich nicht schämt, Fragen zu stellen, kann man gelehrt werden. -.-.-
  • Ich weiß, dass die Geschichte der Prolog zur Gegenwart und manchmal auch die Gegenwart selbst ist.
    Es gibt Felsgesteine und Gebirge, Melodien, Rufe und Lieder, die durch die Zeiten Bestand haben.
    Aber nicht wenige Lieder und Rufe verklingen, Der Regen trägt Berge ab, der Wind richtet neue auf.

    Ich komme wie Ihr aus den Reihen des Volkes, um wie Ihr für das Volk zu sprechen.
    Ich maße mir dabei nicht an, einheitlich für das ganze Volk sprechen zu können wie dies die Kommunisten tun.
    Ich möchte mich lieber jetzt in der Sache streiten - vor der Entscheidung, statt hinterher.

    Wenn alles Tradierte gut sei, so wie es ist, und keiner Änderung bedarf, dann frage ich mich, wozu wir eigentlich hier sind, um über eine neue Verfassung zu beraten ...
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Nun ich habe nicht behauptet alles mit Tradition sei generell gut, wie es ist. Verrat, Mord und Totschlag scheinen so alt wie die Menschheit selbst und doch würde Sie niemand ala positiv empfinden...

    Mir geht es darum das Ohr an der Stimme des Volkes zu haben und nicht seine Stimme selbst zu sein. Es ist dabei bekannt, dass das Chinopische Volk seine Kaiser schon immer geliebt und verehrt hat egal ob Kind oder Greis. Deshalb halte ich es für sehr gewagt die jetzige Kaiserin quasi anzuzweifeln oder auch den verstorbenen Sohn des Himmels der Bersäumnisse zu beschuldigen. Das könnte schnell dazu führen, dass sich das Volk bevormundet jedoch nicht vertreten fühlt. Dieser besonders heikle Punkt sollte also sehr sensibel behandelt werden. Wie gesagt das Volk verehrt seine Kaiserin, egal wie jung sie sein mag oder für wie mündig ihr sie haltet.
    -.-.- Erst wenn man sich nicht schämt, Fragen zu stellen, kann man gelehrt werden. -.-.-
  • Wir müssen das Problem der bisherigen Thronvakanz lösen. Es gibt zwar eine kindliche Kaiserin, aber wollen wir hier wirklich 18 Jahre warten? Die aktuelle Regentschaft erscheint mir auch wenig erstrebenswert zu sein. Prinzipiell sollten wir hier ein neues System wählen, ähnlich einer Wahlmonarchie. Chinopien braucht einen erwachsenen Kaiser.
  • Das Reich war vor dieser Kaiserin eine Adoptivmonarchie. Dabei ist zu beachten, dass die Thronerben bereits immer volljährig waren.

    Allein aufgrund meiner Familiengeschichte bin ich Gegner einer extensiven Regentschaft, sowohl aktuell als auch für die Zukunft. Die Monarchie ist die Regel, die Regentschaft ist die Ausnahme. Ich habe daher keinerlei Bedenken gegen eine kurze Regentschaft. Es grenzt jedoch an Wahnsinn, der sich durch das Testament Kaiser Qianhes ein Kleinkind, dass kaum seine eigenen Körperflüssigkeiten bei sich behalten konnte, zur Thronerbin zu bestimmen.

    Eine vollwertige Republik lehne ich jedoch ab, weil uns diese Reform von den himmlischen Mächten trennen würde. Und dann wären wir nicht besser als diese niederen Völker an unserer Peripherie.

    Warum nicht eine Adelsrepublik? Der Adel wählt mit unterschiedlicher Gewichtung nach seinem Range eine aus seinen Reihen zum Kaiser für 12 Zyklen.

    Ich hätte auch nichts dagegen, die Regentschaft ein- und derselben Person auf maximal 12 Monate zu beschränken - und mit Vollendung dieser 12 Monate soll sie fortan von allen Ämtern auf Lebenszeit ausgeschlossen sein.
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Die Republik steht außer Frage, wir sind und bleiben eine Monarchie. Der gemeinsame Nenner ist wohl, das die aktuelle Situation untragbar ist.
    Wir können durchaus eine konstitutionelle Monarchie sein, mit der Option, dass das Volk einen Kaiser wählt, wenn es zu einer Thronvakanz kommt. Und ich finde, dass minderjährige Kaiserinnen mitsamt extrem aufgeblähtem Hofstaat unser Reich eher lähmen als voranbringen. Die Regentschaft sollte nur dann der Fall sein, wenn der Kaiser erkrankt oder es eine Übergangsphase zwischen zwei Kaisern gibt. Zudem sollte festgelegt werden, dass die Regentschaft nie länger als sechs Monate dauern darf. Dauer sie länger, wird durch das Volk ein neuer Sohn des Himmels bestimmt.
    Damit jetzt nicht jeder dahergelaufene Adlige meint, er könnte Kaiser werden, dürfen nur die obersten Adelsfamilien und Fürsten hier gefragt werden, nicht selbst kandidieren. Die Kaiserwürde ist eine Bürde und Aufgabe, die einem zugetragen wird.
  • Dann sollte man allerdings das Adelsrecht überarbeiten, alle bisherigen Kaiserfamilien sollten einen ewigen Adelstitel erhalten und zwar dergestalt, dass dieser eine Titel ohne Rangabstufungen an genau einen Erben vererbbar ist, alle anderen Erben jedoch der hergebrachten Rangabstufung unterliegen.

    Verlässt ein Kaiser den Thron, wäre es unstatthaft, ihm einen Prinzentitel zu verleihen. Es wäre jedoch ebenso unstatthaft, ihn aus dem Adel auszuschließen.
    Entsprechend der alten Zuordnung von Adel zu Gebietskörperschaften wäre es unglücklich, einen Herzogstitel zu verleihen, sofern dieser an eine Provinz gebunden ist, da wir nicht all zu viele Provinzen haben. Es sei denn, der hohe Titel wird an eine kleinere Gebietskörperschaft gebunden, was ohne weiteres möglich wäre.
    Yen Jay
    Reichskanzler - Nán Gōngjué - 8-9-3


    Zhídào dìpíngxiàn
    Bis zum Horizont
  • Leider hat sich der Adel ohnehin etwas rar gemacht. Ich wäre daher dafür, vor allen den Hofstaat samt Adel als das Zentrum anzuerkennen. Der Kaiser ist der Kern des Reichs und entsprechend sollte alles was den Adel anbelangt auf ihn konzentriert sein.

    Ich schlage daher folgende Schritte vor:

    1. Änderung der Verfassung
    2. Findungskommission
    3. Volksabstimmung über einen neuen Kaiser/in. Sollte dies nicht möglich sein bedeutet das, dass das Volk die derzeitige kindliche Kaiserin beibehalten möchte.
  • Tut mir leid ich bin gegen eine Volksabstimmung. Es braucht einen starken Kaiser, aber es ist seit jeher Tradition dass im falle dass der Kaiser ein Kid ist die Kaiserinamme und seine Mutter im namen des Kaisers regieren. Ausserdem braucht unser Land eine starke Autorität. Eine Autorität die die Tradition bewahrt und die Chinopien nicht isoliert ;) und wie es uns der Meister Konfuzius gelehrt hat, einen Staat ohne Tradition zu regieren ist pflügen ohne Pflug.
  • Ehrbare Mitglieder dieses Hohen Hauses,

    ich nehme für mich in Anspruch, ein recht besonnener Mann zu sein, ein Mann, der den überirdischen Mächten so gut dienen möchte, wie es ihm möglich ist. Deshalb macht es mir große Sorgen, was ich hier teilweise vernehme. Man darf mich nicht falsch verstehen: Ein Jeder soll in diesen Mauern seine Meinung kund tun. Doch hier wird gerade ohne Not mit dem Wohl unseres Reiches gespielt.

    Das Kaiserreich ist in das Reich des Himmels auf Erden. So wie es im Himmel ist, so ist es im Viereck der Welt. So wie im Himmel ein Prinzip herrscht, herrscht auf Erden ein Kaiser. So wie der Nordstern im Himmel ruht und die Gestirne des Nachts um ihn ihre konzentrischen Bahnen ziehen, so ruht der Kaiser auf dem Drachenthron und alles auf Erden dreht sich in konzentrischen Kreisen um ihn. Dafür sorgt der Himmel - und der Himmel bestimmt durch sein Mandat, wer Kaiser, wer sein der Sohn des Himmels auf Erden ist.

    In diesem Fall hat er gar eine Frau dazu erwählt und Ihre Erhabene Majestät ist nach jedem Recht Kaiserin: dem Himmlischen Recht, aber auch demjenigen auf Erden. Sie trägt unzweifelhaft das Mandat des Himmels. Dass wir unwürdigen Menschen hieran unsere Hand anlegen sollen, dies kann nur im Chaos und in einer Katastrophe für unser Reich enden. Kriege und Verwüstungen sind bereits vorauszuahnen.

    Die Große Dynastie herrscht seit fast 400 Jahren über das Erdenviereck, als der Himmel die Vorfahren Ihrer Erhabenen Majestät aus der Manzhou riefen, um die Verfehlungen der alten Dynastie der Ming-Kaiser zu beenden und Recht und Ordnung wiederherzustellen. Auch wenn mit Kaiser Qiangguang und Kaiserin Amai Li in den letzten 15 Jahren zwei Personen in die Herrscherdynastie aufgenommen worden sind, so hat der Himmel wohl einen Grund gehabt, Kaiser Qianhe eine leibliche Tochter zu schenken und ihm einzugeben, sie zu seiner Nachfolgerin zu bestimmen.

    Dem Volk wurde einst von den Großen Kaisern das Geschenk der Mitbestimmung in Form der modernen Organe des Kaiserreiches gegeben. Doch alle Staatsgewalt geht vom Mandat des Himmels, vom kaiserlichen Drachenthron, von dem Kaiser aus. Das einst uns gemachte Geschenk darf nicht dazu missbraucht werden, sich gegen den Himmel und den Träger seines Mandates zu stellen.
    Ein - der Himmel verzeihe mir bereits das Erwähnen! - Antasten der Stellung Ihrer Erhabenen Majestät, eine Volksabstimmung oder ähnliches ist ein Frevel gegen den Himmel - und er wird uns bestrafen. Zwietracht, Dunkelheit und Leid wird er uns senden, eine endgültige Heimkehr der Abtrünnigen wird es nicht geben.

    Natürlich erscheint die Situation nicht einfach. Ihre Erhabene Majestät ist noch sehr jung*. Doch dies ist eine Chance: Sie wird viele Jahre auf ihre selbständige Herrschaft vorbereitet. Die besten Lehrer und Gelehrten des Landes kümmern sich um ihre Ausbildung. Dazu gibt es mit Prinz Long Ju bereits jemanden, der alle kaiserlichen Vollmachten ausübt, so dass auch hier kein Vakuum, keine Vakanz eingetreten ist. Die kaiserliche Verwaltung arbeitet weiter, die Opfer für die Götter werden vollzogen, die kaiserlichen Prägorativen ausgeführt. Zunächst darf man sich der Hoffnung hingeben, dass die wahren Probleme, nämlich diejenigen der Vernachlässigung der inneren und äußeren Reichsverwaltung durch die politischen Beamten, durch den neuen Reichskanzler in den Griff bekommen werden.

    Um dies nicht zu verhehlen, gäbe es dann doch genau eine dem Himmlischen Recht konforme Möglichkeit: Ihre Erhabene Majestät bedarf eines Ehemanns. Diesem könnten die kaiserlichen Titel und Rechte zuerkannt werden. Dass Ihre Erhabene Majestät so jung ist, ist hierbei kein Hindernis, auch wenn es selbstredend gewöhnungsbedürftig erscheint. Zum einen kann dieses Haus die rechtlichen Schranken und Problematiken aufheben, zum anderen wird man von Ihrer Erhabene Majestät erst in vielen, vielen Jahren die Sicherung der Thronfolge erwarten, sodass die Sicherung des geistigen und körperlichen Wohls gewährleistet ist.

    SimOff:
    * Eigentlich wollte ich sie auch irgendwann erwachsen werden lassen. Ju war nur dagegen, weil er sonst auch alt wird. ^^

    Qiánhé

    verstorbener Sohn des Himmels, Göttlich Erhabener Kaiser

    * 05.01.1967 / + 06.07.2013