Ning Cai

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  • Der Großpräfekt führt Ning Cai in die von Gardisten gesäumte Halle der Höchsten Harmonie. Vor dem Drachenthronpodest verharrt er und verneigt sich in Richtung des Thrones, auf dem die Kaiserin sitzt.

    Euer Erhabene Majestät,

    ich darf Euch den ehrbaren Ning Cai, den stellvertretenden Präfekten der Kaiserlichen Reichsversammlung und Fraktionssprecher der Tsuchinota in derselbigen, melden.

    Er erhebt sich und tritt zur Seite.
    Cuī Xiāo Hán

    Großpräfekt des Kaiserlichen Hofamtes
  • Die Tochter des Himmels blickt vom Drachenthron freundlich zu dem Angekommen hinab. Sie nickt diesem lächelnd zur Begrüßung zu.

    Ehrbarer Ning Cai,

    es freut Mich ganz besonders, nun auch persönlich Eure Bekanntschaft machen zu dürfen. Was hat Euch zu Mir geführt?
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin
  • Er verneigt sich.

    Eure Majestät,

    ich bin ein wenig in Eile. Die Wahlperiode ist zu zwei Dritteln vorüber, Eure Thronbesteigung naht, ein Verfassungsausschuss tagt ohne Ergebnisse und die chinopische Frage ist nicht gelöst.

    Wie Ihr wisst, scheint der Reichskanzler ein wenig ... unabkömmlich zu sein. Mir wurde zugetragen, dass Ihr mit Seiner Exzellenz die Rolle Eurer Majestät in der neuen Verfassungsordnung besprochen habt. Leider drangen diese Wünsche nicht in die Reichsversammlung vor, da der Bote diese nicht erreichte.

    Bei dieser Angelegenheit bitte ich um Abhilfe. Ihr solltet der Reichsversammlung unmissverständlich Eure Wünsche mitteilen und nicht auf Boten setzen.
    Dabei solltet Ihr auch die Arbeitsmoral aller Abgeordneten ansprechen und mit großer Bestimmtheit ein schlichtes "Mehr" verlangen, denn ich spreche gefühlt immer nur mit dem Präfekten und der Rest ist nur anwesend, wenn man sie dazu nötigt.

    Ich erhoffe mir davon auch, einige sehr kritische Stimmen bis zu ganzen Flügeln in meiner eigenen Fraktion zu besänftigen, die von Palast, Villa und Schlösschen sehr enttäuscht sind und sich in verschiedene Richtungen radikalisieren: Von Rassismus über Kommunismus bis hin zum Republikanismus. Ich kann diesen Kräften noch ein Ventil geben. Sollten handfeste Ergebnisse jedoch ausbleiben - und das tun sie ja bereits seit über 12 Zyklen - dann wird das immer schwieriger.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Sie hört ihrem architektonisch unter ihr befindlichen Gegenüber aufmerksam zu.


    Ehrbarer Ning Cai,

    was Seine Exzellenz anbelangt, mache Ich Mir wahrhaft etwas Sorgen. Denn auch während eines Gespräches unter vier Augen, was Ich vor einiger Zeit mit ihm führte, wurde er plötzlich sehr ruhig und still ... Bis zu seiner Genesung wird wohl Mein Anverwandter eine große Menge zusätzlicher Abreit verrichten müssen. Aber er rühmt sich immer, dass er noch die Tatkraft unserer Vorahnen aus dem Norden in die Wiege gelegt bekommen habe. Von daher dürfte es ihn wohl kaum stören.

    Lächelt leicht.

    Aber ja, Ich hatte mit Seiner Exzellenz über einige Vorstellungen in Bezug auf die neue Reichsverfassung gesprochen. Diese sind im Kern relativ einfach: Der Reichskanzler soll in Meinen Namen die Verwaltung und die Streitkräfte so führen, wie er es für richtig hält - ohne dass Ich ihm sagen werde, wie es richtig ist. Die Reichsversammlung soll in Meinem Namen die Gesetze so beschließen, wie sie es diese für richtig hält - ohne dass Ich ihr sagen werde, wie sie richtig sind. Der Gerichtshof soll in Meinem Namen Urteile so sprechen, so wie er diese für richtig hält - ohne dass Ich ihm sage, wie sie richtig sind. Unsere staatlichen Institutionen sind mit solch herausragend fähigen Personen besetzt und das Volk wählt dafür eben solch herausragend fähige Personen, dass die Institutionen nicht der kaiserlichen direkten Anleitung bedürfen. Die kaiserliche Macht hat dafür zu sorgen, dass uns allen die himmlischen Mächte wohlgesonnen sind und dass das staatliche Leben auch in schwierigen Zeiten funktioniert. So sollte sie nur in Ausnahmefällen, wenn Ich eine in Meinem Namen ergangene Entscheidung absolut nicht gutheißen kann oder gar eine Gefahr für das Reich besteht, direkt eingreifen: sei es unter anderem durch einen Gnadenakt oder durch Zuführung eines Gesetzesbeschlusses zu einer Volksabstimmung.

    Einen Entwurf zu erstellen, wie diese im Alltag "parlamentarische Monarchie", wie man sie wohl im Westen beschreiben würde, genau ausgestaltet ist, das ist aber natürlich Aufgabe der Reichsversammlung - und ich bin guter Dinge, dass dies trotz des gewissen Zeitdrucks gelingen kann und alle Abgeordneten sich ihrer Verantwortung bewusst sind, insbesodnere auch da die nächsten Wahlen in nicht allzu langer Zukunft stattfinden und man sich und seine Arbeit dann dem Wähler gegenüber verantworten muss.

    Stoppt hier erst einmal ihren Redefluss, um Ning Cai die Möglichkeit einer Antwort zu geben.
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin
  • Nunja, Eure Majestät,

    wenn es nur nach mir ginge, könnte ich Euch innerhalb von drei Tagen die Rechtsordnung geben, die Ihr haben wollt. Aber erstens geht es nicht nur nach mir. Und zweitens, warum sollte ich das tun? Für die Gunst des Kaiserlichen Hofes kann ich weder materiell noch ideell etwas erwerben. Ihr habt eine - und derzeit KEINE - Stimme, und das Volk ist zahlreich.

    Dass Ihr als Kind den Eltern gegenüber die Treue empfindet, ist tugendhaft. Doch der Regent ist nicht Euer Ahn, und Eure Treue blendet Euch leider gegenüber den Verfehlungen des Regenten. Eure Treue zu ihm wird Euch die Treue eine nicht geringen Anzahl Eurer Untergebenen kosten.

    Verstummt seinerseits.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Ein leichtes Lächeln umspielt das Gesicht der Kaiserin.

    Nun, ehrbarer Ning Cai,

    was würdet Ihr dazu sagen, wenn Ich Euch sagen würde, dass Ihr nicht Mir diese Rechtsordnung geben sollt, sondern dem Volk? Denn unsere Verfassung ist in ihrer primären Funktion die Festschreibung, wem welcher Teil der Ausübung der Staatsgewalt übertragen ist. Jeder dieser Teile, die nicht von diesem Thron ausgeübt werden, wird dem Volk und den von ihm gewählten Amtsträgern übertragen. Und genau das möchte Ich: Alles, was nicht unbedingt aufgrund der Ehre des Himmels, der Legitimation, der Staatsräson oder des internationalen Rechtes in Meiner Person verbleiben muss, soll dem Volk oder eben den von ihm gewählten Amtsträgern übertragen werden. Ihr solltet dabei also gar nicht Meine Gunst im Hinterkopf haben, sondern die des Volkes ... die des Wählers.

    Aber, ehrbarer Ning Cai, reden wir andererseits nun über die Abgeordneten der Reichsversammlung oder über Prinz Jus Stellung als Regent? Wenn über letzteres, so kann Ich nur einmal mehr auf die verfassungsmäßigen Möglichkeiten verweisen; es liegt nicht an Mir eine Bewertung abzugeben, denn wenn es so wäre, wäre die Regentschaft nicht mehr erforderlich.
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin
  • Muss seinerseits lächeln.

    Man streitet sich gerade im Verfassungsausschuss, wem man die Verfassung gibt. Man ist sich einig, dass man sie dem Souverän gibt - ob man selbst Souverän ist oder nur Vertreter, ist umstritten. Ebenso ist umstritten, wer der Souverän ist.
    Einige sehen Euch als Souverän, andere das Volk und wieder andere die Gemeinschaft aus Monarch und Volk. Ich favorisiere letztere, immerhin ist der Souverän der Verfassungsgeber und auch -änderer und nur Monarch und Volk können gemeinsam alle Teile der Verfassung ändern.

    Eure eigene Ansicht würde mich sehr interessieren. Seid Ihr der alleinige Souverän?
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Welch spitzfindige Frage Ihr dort stellt ...

    Das gutherzige Lächeln Ihrer Majestät wird etwas größer.

    Über diese Frage könnten Staatsrechtler und Geistliche gleichermaßen ganze Bücherregale füllen, weil sich in den letzten Kalenderzyklen aus der historischen Realität dieses ganz besondere politische System innerhalb des Kaiserreichs entwickelt hat. Im Schluss kann es nur eine mehrschichtige Antwort geben.

    Das Mandat des Himmels wurde über meine 134 Vorgänger der direkten kaiserlichen Sukzessionslinie und die vielen weiteren der Königreiche vor der Reichseinigung an Mich weitergegeben. Dieses Mandat überträgt Mir, wie unsere Überlieferungen sagen, die Herrschaft über alles Irdische, ganz so wie im Himmel der Jadekaiser als Höchstes Prinzip herrscht. Es kann also niemand auf Erden über mir stehen, denn im Himmel steht niemand über dem Jadekaiser. Diesem Thron ...

    ... wischt leicht mit ihrer rechten Hand über die breite Sitzfläche ...


    ... und seinem Inhaber hat der Himmel also die umfassende irdische Gewalt übertragen. Insofern könnte, wenn man nur dies betrachten würde, die Antwort auf Eure Frage recht einfach sein. Aber sie ist es nicht, weil meine letzteren Vorgänger in ihrer Weisheit dem Volk die Ausübung umfassender Herrschaftsrechte übertragen haben. Diese Übertragung ist heute durch die Verfassung und die auf ihr aufbauenden Gesetze festgeschrieben und damit für Kaiser und Volk ohne harmonische Zustimmung des anderen nicht aufhebbar. Damit wurde dem Volk auf Dauer der weitaus größte Teil der Ausübung der Staatsgewalt im kaiserlichen Namen aufgetragen.

    Daher trifft es die heutige Verfassung ziemlich gut, wenn sie vom Kaiser bzw. dem ihm obliegenden Mandat des Himmels als Quelle der Staatsgewalt spricht; die Ausübung der Staatsgewalt obliegt allerdings - außerhalb der in der Verfassung und den Gesetzen aufgeführten kaiserlichen Befugnisse - dem Volk und den Amts- und Mandatsträgern, deren Auswahl das Volk in und durch Wahlen trifft.
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin
  • Es ist eine gute Antwort, Eure Majestät ... nur leider nicht auf meine Frage. :)

    Es sind aus der Weltgeschichte viele Beispiele bekannt, in denen ein Volk keinen Monarchen hat. Umgekehrt ist mir kein einziger Fall bekannt, in welchem ein Monarch kein Volk hat. Ein Heerführer ohne Gefolge ist auch nur ein Mann, der spazieren geht.

    Die Geschichte Eurer Ahnen ist mir bekannt: Durch vernünftige und notwendige Reformen wurde das Volk an der staatlichen Entscheidungsfindung immer mehr beteiligt - von ein paar temporären Rückschritten einmal abgesehen.
    Dass dem Volk die Ausübung der Staatsgewalt obliegt, ist streng genommen keine Reform gewesen, sondern es war schon immer so: Jeder der nicht Monarch ist, gehört zum Volk. Und da der Monarch unmöglich alles selbst machen kann, beauftragt er schon immer Leute aus seinem Volk mit der Ausübung von Teilen der Staatsgewalt.

    Versteht man einen Monarchen als Kopf und das Volk als Körper und trennt man diese durch ein scharfes Schwert, dann weist der Körper eine erstaunliche Fähigkeit auf: Es wächst ein Kopf nach, oder sogar mehrere wie bei der Hydra. Ein Monstrum, ohne Zweifel, vielleicht weniger beseelt oder begnadet, aber voll zum Leben fähig. Aber kann der Kopf einen neuen Körper ausbilden?

    Ich könnte auch fragen, ob Ihr die Kaiserin oder ob Ihr meine Kaiserin seid. Wenn die Menschen in Chinopien untereinander über Euch sprechen, sagt niemand zum anderen "meine Kaiserin hat dies und das getan", sondern höchstens "unsere Kaiserin hat dies und das getan". Natürlich wäre dies reine Semantik. Allerdings ist für die Verfassung eben auch der Wortlaut extrem wichtig.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Und jetzt stellt Euch einmal vor, dass Christen darüber streiten, ob es im oder am Anfang heißt und welche Naturen der Sohn ihres Gottes in sich trägt oder eben nicht. Aber letztendlich bleibt der Sohn eines Gottes eben der Sohn eines Gottes, das ist das, was zählt. Unsere Kultur ist in solchen Dingen immer mit einem starken Pragmatismus gut zurechtgekommen. Einerseits bin Ich der vom Himmel bestellte Souverän, andererseits wurde der größte Teil dieser Souveränität zwecks Ausübung auf das Volk übertragen. Einerseits bin Ich die Herrin dieser Welt, andererseits ist es ja wohl ganz offensichtlich, dass sowohl Ich als auch das Reich gleichberechtigte Kontakte mit fremden Staaten und Völkern und deren Oberhäupter führen. Einerseits ist das Reich das Reich der Himmlischen Ordnung auf Erden, der Mittelpunkt der zivilisierten Welt, eben das Reich der Mitte, andererseits ist es ein moderner Staat unter anderen.

    Die Überwindung dieser Differenzen und das bewusste Leben mit diesen Differenzen, die für uns dann auch gar keine Differenzen mehr sind, macht doch gerade die Leistung unserer Kultur und Zivilisation aus. Für die Verfassung ist es denn auch zweitrangig, wie diese Differenz in diesen einem gelöst wird oder ob sie überhaupt angesprochen wird: Das Volk wählt so oder so die Amtsträger wie es die Verfassung vorschreibt; die Reichsversammlung beschließt so oder so die Gesetze wie es die Verfassung vorschreibt; die Reichsregierung führt so oder so die Verwaltung wie es die Verfassung vorschreibt; der Kaiserliche Gerichtshof spricht so oder so Urteile wie es die Verfassung vorschreibt; - und Ich führe so oder so die Mir obliegenden Befugnisse wie es die Verfassung vorschreibt. Und das ist das, was zählt.
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin
  • Senkt demütig den Blick.

    Texte erhalten andere Bedeutungen, wenn man sie mehrfach in andere Sprachen übersetzt. Und Sprachen verändern sich im Laufe der Zeit. Spricht man vom Ort oder von der Bedeutung?
    "Am Anfang beginnt der Weg. Am Ende steht ein Stein. Doch im Ende liegt ein Anfang. Und im Anfang ruhet Hoffnung."
    Auch unsere Schriftsprache verändert sich: Sie wurde durch den ersten Kaiser vereinheitlicht, dann wurde sie über die Zeit komplizierter und dann wieder vereinfacht.

    Aber ich danke Euch für Eure Antwort, Eure Majestät.
    Dann werde ich in die Reichsversammlung zurückkehren und versuchen, Euren Wünschen bestmöglich zu entsprechen.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Die Kaiserin nickt.

    Ehrbarer Ning Cai,

    Ich vertraue Euch und jedem anderen Mitglied der Reichsversammlung, dass die Vertreter des Volkes einen für alle Beteiligten, für alle Entscheidungsträger und für alle Interessengruppen annahmbaren Entwurf erarbeiten. Ein solcher ist notwendigerweise immer ein Kompromiss, vor allem wenn wie in unserem Fall solch komplizierten Rechtsmaterien wie die Bundesfrage gleichsam endgültig geregelt werden müssen.

    Ich kann Euch in diesem Sinne nur aufmuntern, weiterhin Eure Ideen zu artikulieren und in den Ausschuss einzubringen. Und Ich kann Euch sogleich beruhigen: Ich werde den Entwurf nicht ablehnen oder Prinz Ju dazu bringen, nur weil er womöglich nicht gänzlich Meinen Vorstellungen entspricht.

    Die Tochter des Himmels schenkt Ning Cai ein aufmunterndes Lächeln.
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin
  • Das Problem des und mit dem Regenten ist dem mächtigen Chronos sei Dank, ein zeitlich begrenztes ... *lächelt*

    Erlaubt mir eine letzte Frage, Eure Majestät.
    Würdet Ihr auf die von euch gebilligte Verfassung einen Treueid ablegen?

    Es würde Eure Position als kooperative Führungsperson bekräftigen.
    Eine solche Bekundung würde zweifellos viele Extremisten verstummen lassen.
    Und ihr würdet euch in bewusster Abkehr an ein Gesetz binden, andernfalls de legibus absolutus sein.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Natürlich sei Euch diese Frage gestattet, und Ich kann sie vollständig bejahen. Ich würde einen solchen Eid leisten, gilt doch jedes Recht, welches durch oder aufgrund des kaiserlichen Siegels erlassen wird, ebenso für Mich. Dies auf diese Weise vor der gesamten Welt zu zeigen, stellt daher wahrhaftig keinerlei Problematik dar - ganz im Gegenteil.

    Weil am 28. Tag dieses Monats zwei Teile der offiziellen Krönungsfeierlichkeiten angedacht sind - eine im Palast, eine in der Reichsversammlung -, würde sich eine solche Eidesleistung in und vor der Reichsversammlung anbieten, oder seht Ihr das anders, ehrbarer Ning Cai?
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin
  • Sehr wohl. Wenn einst die Zeit reif ist, stehen Euch die Tore dieses Palastes jederzeit offen. Bis dahin gehabt Euch wohl und Ich wünsche Euch viel Erfolg und Glück bei Euren kommenden Aufgaben.

    Die Kaiserin erhebt sich, nickt Ning Cai nochmals lächelnd zur Verabschiedung zu und verlässt unter Gardistengeleit die Halle. Kurze Zeit später wird auch der Gast hinaus geführt.
    Qiánài Lí Tiānnǚ Huánghòu
    Tochter des Himmels, Göttlich Erhabene Kaiserin