Wahlrechtsanpassung

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  • Wahlrechtsanpassung

    Ehrbarer Präfekt,

    da ja anscheinend Einigkeit bezüglich der verfassungsmäßigen Zusammenlegung der Wahlen von Reichskanzler und Reichsversammlung bestehen, hat die Gelbe Fraktion eine Wahlrechtsanpassung ausgearbeitet.



    [...]

    Abschnitt 2 - Wahlen zur Reichsversammlung

    § 9 Gemeinsame Wahl
    Die Wahlen zum Reichskanzler und zur Reichsversammlung finden zeitgleich und durch eine gemeinsame Wahlhandlung statt.

    § 10 Wahlhandlung
    (1) Die Kandidaten für das Amt des Reichskanzlers und die Mandate der Reichsversammlung werden gemeinsam aufgelistet.
    (2) Die Reichskanzlerkandidaten sind als solche eindeutig zu kennzeichnen und als erste aufzulisten.
    (3) Jeder Wahlberechtigte hat fünf Stimmen und kann diese beliebig auf die Kandidaten verteilen. Nichtabgegebene Stimmen verfallen. Gibt ein Wahlbertigter mehr als fünf Stimmen ab, so ist der Wahlschein ungültig.

    § 11 Mandatsverteilung
    (1) Der Wahlleiter stellt eine Liste der Kandidaten zusammen und zählt für jeden die auf ihn entfallenen Stimmen.
    (2) Es ziehen so viele Kandidaten ein, bis der bestplatzierte Kandidat weniger als die Hälfte und die beiden bestplatzierten Kandidaten zusammen weniger als zwei Drittel der auf die Einziehenden entfallenen Stimmen auf sich vereinen.
    (3) Haben auf den letzten Platz mehrere Kandidaten den gleichen Anspruch, so ziehen sie gemeinsam ein.
    (4) Sollten die Gebote des Abs. 2 auch nach dem Einzug aller Kandidaten nicht erfüllt sein, ist dies unschädlich.

    § 12 Stimmverteilung in der Reichsversammlung
    (1) In der Reichsversammlung vereinen sich 657 Stimmen und werden anteilig auf die einziehenden Kandidaten verteilt.
    (2) Die auf die einziehenden Kandidaten entfallene absolute Stimmzahl bei der Wahl wird ganzheitlich addiert und dient als Berechnungsgrundlage.
    (3) Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten innerhalb der Reichsversammlung wird gem. des Stimmanteils des Kandidaten an der Berechnungsgrundlage nach dem Divisorverfahren mit Abrundung mit ganzzahligen Divisoren beginnend bei 1 aufsteigend um jeweils den Summanden 1 (1, 2, 3, 4 …) ermittelt."

    § 13 Einberufung der Reichsversammlung
    (1) Der Kaiser oder sein Beauftragter beruft die neugewählte Reichsversammlung spätestens am 5. Tage nach der Wahl ein.
    (2) Jedes gewählte Mitglied erklärt dadurch die Annahme seines Mandates, dass er innerhalb von 5 Tagen nach der Einberufung der Reichsversammlung den verfassungsmäßigen Eid schwört. Wenn die Abwesenheit eines gewählten Mitgliedes vorher kund getan wurde, ist dieses Mitglied befugt, innerhalb von 5 Tagen nach seiner Rückkehr den Eid zu schwören.
    (3) Wenn ein Gewählter nicht innerhalb der Frist den Eid schwört oder seinen Verzicht erklärt, ist erneut gem. § 12 zu verfahren, sofern die Bedingungen von § 12 Abs. 2 durch die übrigen Gewählten nicht erfüllt sind.
    (4) Im Falle der Anwendung von Abs. 3 wird die Stimmenzahl der Mitglieder der Reichsversammlung entsprechend § 13 Abs. 2 und 3 neu ermittelt.

    § 14 Thronrede
    (1) Der Kaiser hat das Privileg, zu Beginn der Sitzungsperiode die Reichsversammlung auf Umstände aufmerksam zu machen, Maßnahmen zur Beratung zu empfehlen, die er für nützlich erachtet sowie gegenüber den Staatsdienern und den Einwohnern Chinopiens Lob auszusprechen und Besserung zu verlangen.
    (2) Der Kaiser kann dies durch eine Rede tun, die er selbst in der Reichsversammlung hält oder von einem Beauftragten verlesen lässt.
    (3) Politische Erklärungen, welche die Regierungspolitik berühren, bedürfen der Zustimmung durch den Reichskanzler.

    § 15 Ausscheiden eines Mitglieds der Reichsversammlung
    (1) Ein Mitglied der Reichsversammlung kann nach der Eidesleistung folgendermaßen aus der Reichsversammlung ausscheiden:
    1. Es gibt die Niederlegung seines Mandates bekannt;
    2. es verliert sein passives Stimmrecht;
    3. es wird unter Mandatsanklage gestellt und verurteilt.
    (2) Scheidet ein Mitglied aus der Reichsversammlung aus, so fällt sein Mandat vakant.

    § 16 Auflösung der Reichsversammlung
    (1) Sofern die Reichsversammlung aufgelöst wird, werden Neuwahlen innerhalb von 20 Tagen eingeleitet. Es gelten die Maßgaben des § 4.
    (2) Mit Einberufung einer neugewählten Reichsversammlung endet die Legislaturperiode der alten Reichsversammlung.

    § 17 Mandatsanklage
    (1) Verletzt ein Mitglied der Reichsversammlung die ihm obliegenden aus dem Mandat erwachsenden Pflichten, kann die Reichsversammlung beschließen, dieses Mitglied unter Mandatsanklage zu stellen.
    (2) Die Reichsversammlung ist befugt, über die Mandatsanklage Gericht zu halten. Niemand kann ohne die Zustimmung einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen verurteilt werden. Enthaltungen werden für die Ergebnisfindung berücksichtigt.
    (3) Das Urteil beschränkt sich in den Fällen der Mandatsanklage auf den Entzug des Mandates.
    (4) Das Urteil wird unverzüglich durch den Kaiser vollstreckt. Er besitzt das Gnadenrecht.

    Abschnitt 3 - Wahlen zum Reichskanzler

    § 18 Wahl zum Reichskanzler
    (1) Zum Reichskanzler ist gewählt, wer unter den Reichskanzlerkandidaten die meisten Stimmen erhalten hat.
    (2) Kommt auch hier keine Mehrheit für einen der Kandidaten zustande oder ist das Ergebnis nicht zweifelsfrei festzustellen, erwählt die neue Reichsversammlung unmittelbar nach ihrem Zusammentritt mit einfacher Mehrheit einen Reichskanzler aus den Best- und Gleichplatzierten Reichskanzlerkandidaten.
    (3) Erlangt keine Kandidat die erforderliche Mehrheit, so ernennt der Kaiser einen der Kandidaten zum Reichskanzler.
    § 19 Neuwahlen
    Neuwahlen zum Reichskanzler finden zeitgleich mit den Neuwahlen zur Reichsversammlung gem. §§ 9, 10 und 17 statt.

    [...]

    Abschnitt 5 - Schlussbestimmungen

    § 24 auslaufende Amtsperioden
    (1) Der Reichskanzler und die Reichsversammlung führen ihre Aufgaben fort.
    (2) Neuwahlen sind innerhalb von 2 Monaten nach dem Inkrafttreten einzuleiten.

    § 25 Inkrafttreten
    Dieses Reichsgesetz tritt mit der Verkündung der neuen Verfassung in Kraft.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Ehrbarer Ning Cai,

    ich führe meine Frage einzeln auf:

    Ning Cai schrieb:

    § 9 Gemeinsame Wahl
    Die Wahlen zum Reichskanzler und zur Reichsversammlung finden zeitgleich und durch eine gemeinsame Wahlhandlung statt.

    § 10 Wahlhandlung
    (1) Die Kandidaten für das Amt des Reichskanzlers und die Mandate der Reichsversammlung werden gemeinsam aufgelistet.
    (2) Die Reichskanzlerkandidaten sind als solche eindeutig zu kennzeichnen und als erste aufzulisten.

    Dass es möglich ist, für die Reichsversammlung zu kandidieren, ohne für das Amt des Reichskanzlers zu kandidieren, ist klar. Aber wäre es auch anderherum möglich?

    Ning Cai schrieb:

    § 11 Mandatsverteilung
    [...]
    (2) Es ziehen so viele Kandidaten ein, bis der bestplatzierte Kandidat weniger als die Hälfte und die beiden bestplatzierten Kandidaten zusammen weniger als zwei Drittel der auf die Einziehenden entfallenen Stimmen auf sich vereinen.

    Könntet Ihr hierfür ein genaues Beispiel geben? Ich denke schon, dass ich das Prinzip verstanden habe, aber nur um ganz sicherzugehen, dass wir über das Gleiche reden. ;)

    Ning Cai schrieb:

    § 12 Stimmverteilung in der Reichsversammlung
    [...]
    (3) Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten innerhalb der Reichsversammlung wird gem. des Stimmanteils des Kandidaten an der Berechnungsgrundlage nach dem Divisorverfahren mit Abrundung mit ganzzahligen Divisoren beginnend bei 1 aufsteigend um jeweils den Summanden 1 (1, 2, 3, 4 …) ermittelt.

    Diese Frage ist nicht unbedingt auf Euren Entwurf bezogen, sondern eine allgemeine: Wollen wir bei diesem Zuteilungsverfahren bleiben? An und für sich ist es schon sehr passend [weil stark mehrheitsbildend, was bei einer simulierten Mehrheitswahl ja nicht verkehrt ist]. Aber vielleicht findet sich eine Alternative.

    Ning Cai schrieb:

    § 14 Thronrede
    (1) Der Kaiser hat das Privileg, zu Beginn der Sitzungsperiode die Reichsversammlung auf Umstände aufmerksam zu machen, Maßnahmen zur Beratung zu empfehlen, die er für nützlich erachtet sowie gegenüber den Staatsdienern und den Einwohnern Chinopiens Lob auszusprechen und Besserung zu verlangen.
    (2) Der Kaiser kann dies durch eine Rede tun, die er selbst in der Reichsversammlung hält oder von einem Beauftragten verlesen lässt.
    (3) Politische Erklärungen, welche die Regierungspolitik berühren, bedürfen der Zustimmung durch den Reichskanzler.

    Eine Thronrede an sich ist sehr wünschenswert, wird es unter regulären Umständen doch wohl das einzige Mal sein, dass sich Ihre Majestät an die Abgeordneten der jeweiligen Legislaturperiode wendet. Was ich mich allerdings frage ist, ob der politische Teil nicht eher dadurch gelöst werden könnte, dass wir diesen mit der im Amtsaufsichtsgesetz vorgesehenen Regierungserklärung des Reichskanzlers vereinen. Soll heißen: Ihre Majestät eröffnet die Reichsversammlung mit einer Ansprache gem. obigen Abs. 1, folgend wird die Konstituierung der RV und die Ernennung der Reichsregierung vorgenommen und danach hält der Reichskanzler vor den Abgeordneten die Regierungserklärung.

    Ning Cai schrieb:

    § 18 Wahl zum Reichskanzler
    (1) Zum Reichskanzler ist gewählt, wer unter den Reichskanzlerkandidaten die meisten Stimmen erhalten hat.
    (2) Kommt auch hier keine Mehrheit für einen der Kandidaten zustande oder ist das Ergebnis nicht zweifelsfrei festzustellen, erwählt die neue Reichsversammlung unmittelbar nach ihrem Zusammentritt mit einfacher Mehrheit einen Reichskanzler aus den Best- und Gleichplatzierten Reichskanzlerkandidaten.
    (3) Erlangt keine Kandidat die erforderliche Mehrheit, so ernennt der Kaiser einen der Kandidaten zum Reichskanzler.

    Hier möchte ich nur anmerken, dass dieser Paragraph meine vollste Zustimmung findet, auch und vor allem mit dem "Zweistufenmodell" zur Lösung eines Patts.
    Xunfu der Provinz Qianlong
  • § 9 Gemeinsame Wahl
    Die Wahlen zum Reichskanzler und zur Reichsversammlung finden zeitgleich und durch eine gemeinsame Wahlhandlung statt.

    § 10 Wahlhandlung
    (1) Die Kandidaten für das Amt des Reichskanzlers und die Mandate der Reichsversammlung werden gemeinsam aufgelistet.
    (2) Die Reichskanzlerkandidaten sind als solche eindeutig zu kennzeichnen und als erste aufzulisten.


    Dass es möglich ist, für die Reichsversammlung zu kandidieren, ohne für das Amt des Reichskanzlers zu kandidieren, ist klar. Aber wäre es auch anderherum möglich?


    Die Gewaltenteilung ist nicht strikt. Dadurch kann bei Wahlen eine gewisse Dynamik entstehen.
    Sollte nur ein einziger Kandidat zum Reichskanzler existieren, so braucht dieser nur eine einzige Stimme. Ein Einzug von ihm ist dann unwahrscheinlich. Ist dieser Reichskanzler ein Einzelkämpfer, wird er sich mit 5 Stimmen hineinwerfen und folglich wohl auch einen Sitz in der RV anvisieren.

    Gibt es zwei Kandidaten, die ganze Lager hinter sich vereinen, und die Wahl wird knapp, dann werden wohl die beiden RK-Kandidaten auch in der RV die größten Gruppen stellen.

    Andererseits kann ein gewählter Reichskanzler natürlich auch das Mandat in der RV ablehnen, wie dies unser aktueller Reichskanzler durch passiven Verzicht getan hat.


    (2) Es ziehen so viele Kandidaten ein, bis der bestplatzierte Kandidat weniger als die Hälfte und die beiden bestplatzierten Kandidaten zusammen weniger als zwei Drittel der auf die Einziehenden entfallenen Stimmen auf sich vereinen.

    Könntet Ihr hierfür ein genaues Beispiel geben? Ich denke schon, dass ich das Prinzip verstanden habe, aber nur um ganz sicherzugehen, dass wir über das Gleiche reden. ;)


    Ich habe sogar eine ganze Matrix für Euch.
    (xlsx-Datei, 17,3 KB, die ersten beiden Spalten haben eine bedingte Formatierung, die restlichen Formeln sind einfach zu verstehen. Einfach nicht im grauen Bereich herumschreiben, sondern nur oben die Zahlen verändern und als erste die größte nennen. Aktuell stehen dort die Ergebnisse der letzten Wahl)

    Der Gedanke dahinter war, dass ein Mitglied der RV niemals allein dazu im Standen sein soll, Gesetze zu machen. Und dass nicht zwei zusammen die Verfassung ändern können. Der weitere logische Schluss, zu dem ich nach einigen Rechnungen komme, ist der, dass ein sehr starker Einzelkandidat wieder "eingefangen wird".


    (3) Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten innerhalb der Reichsversammlung wird gem. des Stimmanteils des Kandidaten an der Berechnungsgrundlage nach dem Divisorverfahren mit Abrundung mit ganzzahligen Divisoren beginnend bei 1 aufsteigend um jeweils den Summanden 1 (1, 2, 3, 4 …) ermittelt.

    Diese Frage ist nicht unbedingt auf Euren Entwurf bezogen, sondern eine allgemeine: Wollen wir bei diesem Zuteilungsverfahren bleiben? An und für sich ist es schon sehr passend [weil stark mehrheitsbildend, was bei einer simulierten Mehrheitswahl ja nicht verkehrt ist]. Aber vielleicht findet sich eine Alternative.


    Hare/Niemeier? Lässt sich jedenfalls einfacher rechnen.


    Eine Thronrede an sich ist sehr wünschenswert, wird es unter regulären Umständen doch wohl das einzige Mal sein, dass sich Ihre Majestät an die Abgeordneten der jeweiligen Legislaturperiode wendet. Was ich mich allerdings frage ist, ob der politische Teil nicht eher dadurch gelöst werden könnte, dass wir diesen mit der im Amtsaufsichtsgesetz vorgesehenen Regierungserklärung des Reichskanzlers vereinen. Soll heißen: Ihre Majestät eröffnet die Reichsversammlung mit einer Ansprache gem. obigen Abs. 1, folgend wird die Konstituierung der RV und die Ernennung der Reichsregierung vorgenommen und danach hält der Reichskanzler vor den Abgeordneten die Regierungserklärung.


    Möglich.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Habt Dank, ehrbarer Ning Cai, für die Beantwortung meiner Fragen.

    Ning Cai schrieb:

    (2) Es ziehen so viele Kandidaten ein, bis der bestplatzierte Kandidat weniger als die Hälfte und die beiden bestplatzierten Kandidaten zusammen weniger als zwei Drittel der auf die Einziehenden entfallenen Stimmen auf sich vereinen.

    Könntet Ihr hierfür ein genaues Beispiel geben? Ich denke schon, dass ich das Prinzip verstanden habe, aber nur um ganz sicherzugehen, dass wir über das Gleiche reden. ;)

    Ich habe sogar eine ganze Matrix für Euch.
    (xlsx-Datei, 17,3 KB, die ersten beiden Spalten haben eine bedingte Formatierung, die restlichen Formeln sind einfach zu verstehen. Einfach nicht im grauen Bereich herumschreiben, sondern nur oben die Zahlen verändern und als erste die größte nennen. Aktuell stehen dort die Ergebnisse der letzten Wahl)

    Der Gedanke dahinter war, dass ein Mitglied der RV niemals allein dazu im Standen sein soll, Gesetze zu machen. Und dass nicht zwei zusammen die Verfassung ändern können. Der weitere logische Schluss, zu dem ich nach einigen Rechnungen komme, ist der, dass ein sehr starker Einzelkandidat wieder "eingefangen wird".

    Habt Dank für diese Matrix. Es wäre auch mein Anliegen gewesen, dass immer mindestens drei Personen in die RV einziehen. Somit kann ich einer solchen "flexiblen" Mandatsberechnung meine volle Zustimmung erteilen.


    Ning Cai schrieb:

    (3) Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten innerhalb der Reichsversammlung wird gem. des Stimmanteils des Kandidaten an der Berechnungsgrundlage nach dem Divisorverfahren mit Abrundung mit ganzzahligen Divisoren beginnend bei 1 aufsteigend um jeweils den Summanden 1 (1, 2, 3, 4 …) ermittelt.

    Diese Frage ist nicht unbedingt auf Euren Entwurf bezogen, sondern eine allgemeine: Wollen wir bei diesem Zuteilungsverfahren bleiben? An und für sich ist es schon sehr passend [weil stark mehrheitsbildend, was bei einer simulierten Mehrheitswahl ja nicht verkehrt ist]. Aber vielleicht findet sich eine Alternative.

    Hare/Niemeier? Lässt sich jedenfalls einfacher rechnen.

    Dies wäre eine Möglichkeit, vor allem weil man für eine solche Stimmzuteilung nur einen Taschenrechner statt einem ganzen Berechnungsprogramm bräuchte.
    Xunfu der Provinz Qianlong
  • Die RV würde letztlich wohl aber minimal 4 Personen haben, sofern man nicht 2 Personen genau 2/3 zugesteht. Wenn es weniger sein soll, sind definitiv 4 Personen notwendig. Aber an den Bedingungen kann man zur Not noch schrauben.


    Für die Stimmverteilung würde ich dann folgendes vorschlagen:

    (3) Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten wird gem. dem Stimmanteil des Kandidaten an der Berechnungsgrundlage nach
    Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten errechnet sich wie folgt:
    1. Die Gesamtzahl der Stimmen in der Reichsversammlung wird multipliziert mit den erhaltenen Wählerstimmen des Kandidaten und dividiert durch die Summe der auf alle einziehenden Kandidaten entfallenen Wählerstimmen. Das Ergebnis wird ganzzahlig abgerundet.
    2. Übrige Stimmen werden reihum an jene Kandidaten vergeben, welche den höchsten Nachkommawert gem. Nr. 1 erlangt haben.
    3. Haben auf die letzte übrige Stimme mehrere Kandidaten den gleichen Anspruch, so soll der stimmenschwächste Kandidat gem. Nr. 1 sie erhalten oder bei Gleichstand der Wahlleiter entscheiden.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Das ist eine sehr gute Frage ... Einerseits ist das derzeitige Wahlgesetz aufgrund seiner Vorgeschichte sehr neu, und wenn wir wieder schon wieder ein neues verabschieden, zeugt dies nicht gerade von Kontinuität, welche Wahlgesetze eigentlich haben sollten. Andererseits ändert sich mit der neuen Verfassung voraussichtlich das gesamte Wahlsystem fundamental, sodass ein neues Wahlgesetz doch wieder gerechtfertigt wäre.

    Schwierig ...
    Xunfu der Provinz Qianlong
  • Sagen wir so: Das neue Wahlrecht zielt eigentlich auf die neue Verfassung ab. Es macht nur mit dieser Sinn. Auch wissen wir ja nicht, ob die Verfassung alle Hürden nehmen wird, denn in diesem Ausschuss sehe ich auch nur uns beide arbeiten.
    Es kann leicht passieren, dass sich einige übergangen fühlen, weil Dinge ohne ihr Zutun beschlossen werden und dann im entscheidenden Moment ihren Frust durch ein Wu kundtun.
    Insofern sollten wir die Verfassung in Geltung bringen und anschließend das neue Wahlrecht als erstes Gesetz und Bindeglied zwischen dem Volk und seinen gewählten Amtsträgern in Kraft setzen.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion
  • Ning Cai schrieb:

    Sagen wir so: Das neue Wahlrecht zielt eigentlich auf die neue Verfassung ab. Es macht nur mit dieser Sinn. Auch wissen wir ja nicht, ob die Verfassung alle Hürden nehmen wird, denn in diesem Ausschuss sehe ich auch nur uns beide arbeiten.
    Es kann leicht passieren, dass sich einige übergangen fühlen, weil Dinge ohne ihr Zutun beschlossen werden und dann im entscheidenden Moment ihren Frust durch ein Wu kundtun.
    Insofern sollten wir die Verfassung in Geltung bringen und anschließend das neue Wahlrecht als erstes Gesetz und Bindeglied zwischen dem Volk und seinen gewählten Amtsträgern in Kraft setzen.
    Das ist eine vernünftige Vorgehensweise, der ich meine Zustimmung mit gutem Gewissen geben kann.

    Ning Cai schrieb:

    Apropos:
    Die nach der neuen Verfassung gewählte Reichsversammlung kann und sollte in einer großen Abstimmung jedes einzelne präkonstitutionelle Gesetz bestätigen, sofern keine Änderungen erforderlich sein sollten.

    Auch ein berechtigter Einwand. Allerdings würde ich eine Übergangsfrist einführen wollen, in der die RV über solche Gesetze Beschluss fassen muss oder sie treten automatisch außer Kraft.
    Xunfu der Provinz Qianlong
  • Dies wäre der Gesamtgesetzentwurf, der den Konsens dieses Ausschusses formuliert.
    Die Abweichungen zum aktuellen Wahlgesetz sind farblich hervorgehoben.

    Die Abstimmungen können meiner Meinung nach parallel ablaufen.


    Abschnitt 1 - Allgemeines, Stimmrecht, Volksabstimmung

    § 1 Allgemeines
    Dieses Gesetz regelt die Wahlen des Volkes auf Reichsebene zum Reichskanzler, zur Kaiserlichen Reichsversammlung, das Verfahren bei einer Volksabstimmung sowie die Stimmverteilung innerhalb der Kaiserlichen Reichsversammlung, deren Einberufung und Auflösung und das Verfahren bei Ausscheidens eines ihrer Mitglieder.

    § 2 Wahlrecht, Ausschluss
    (1) Aktives Stimmrecht besitzt, wer zu Beginn der Abstimmung im Sinne des Staatsbürgerschaftsgesetzes Staatsbürger des Kaiserreiches sowie fähig ist, die Staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten auszuüben, seinen Wohnsitz im Gelben Reich hat sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat.
    (2) Passives Stimmrecht besitzt nur, wer auch das aktive besitzt.
    (3) Bei den Wahlen und Abstimmungen des Volkes ist der Kaiser und seine Ehepartner weder im Besitz des aktiven noch des passiven Stimmrechts.
    (4) Jeder Staatsbürger des Kaiserreiches ist nur einmal fähig das aktive und passive Stimmrecht gem. den Regelungen dieses Paragraphen auszuüben. Sollte er mit einer oder mehreren vorgeschobenen Identitäten dennoch gegen diese Regelung verstoßen, so begeht er eine Straftat, welche gem. § 18 Abs. 1 StGb zu bestrafen ist.

    § 3 Wahleigenschaften, Wahlleiter
    (1) Alle Wahlen und Abstimmungen des Volkes sind immer persönlich, allgemein, gleich, frei und direkt. Wahlen zum Reichskanzler und zur Reichsversammlung sind darüber hinaus auch immer geheim.
    (2) Wahlen zum Reichskanzler und zur Reichsversammlung werden nach den Grundsätzen der einfachen Mehrheitswahl durchgeführt.
    (3) Der Kaiser bestimmt nach der Verfassung und den Gesetzen den Termin von Reichswahlen.
    (4) Der Wahlleiter ist ein vom Kaiser bestimmter Staatsbürger des Kaiserreiches, der die Durchführung der Reichswahlen leitet; diese Aufgabe kann der Kaiser auch selbst erfüllen.
    (5) Der Wahlleiter ist verpflichtet, die sich ihm erschließenden Abstimmungsverhalten keiner anderen Person mitzuteilen. Jeder Gedankenaustausch über das Abstimmungsverhalten ist unzulässig, sofern es aus den abgegebenen Stimmzetteln resultieren kann.

    § 4 Zeitlicher Ablauf der Wahl, Kandidaturen
    (1) Alle Reichswahlen werden mit der Veröffentlichung des zeitlichen Ablaufes durch den Kaiser 14 bis 11 Tage vor dem Wahltag eingeleitet.
    (2) Der Zeitraum für die Bekanntgabe von Kandidaturen wird frühestens am 13. und spätestens am 10. Tage vor dem Wahltag eröffnet. Sie endet am 6. Tage vor dem Wahltag um 18.00 Uhr Chinopischer Standardzeit. Eine bereits bekannt gegebene Kandidatur kann nur bis zu diesem Zeitpunkt zurückgezogen werden.
    (3) Wenn beim Zeitpunkt der Beendigung des Zeitraumes für die Bekanntgabe von Kandidaturen weniger Kandidaturen eingereicht worden sind als Amts- oder Mandatsträger gewählt werden sollen, muss die Wahl gem. den Bestimmungen dieses Paragraphen erneut angesetzt werden. Eventuelle Fristen zu Einleitungen von Wahlen werden hiervon nicht betroffen und beziehen sich ausschließlich die erste Veröffentlichung des zeitlichen Ablaufes gem. Abs. 1.
    (4) Nach Schluss der Kandidaturenfrist erstellt der Wahlleiter innerhalb von 24 Stunden den Stimmzettel und lässt den Stimmberechtigten den Wahlschein gem. § 5 zugehen. Mit Zugang des Wahlscheins beginnt die Möglichkeit der Briefwahl. Der Stimmzettel muss spätestens bei Schließung der Wahllokale am Wahltag eingegangen sein.
    (5) Der Wahltag ist ein Samstag oder Sonntag. An diesem dauert die Wahl von 8.00 bis 18.00 Uhr Chinopischer Standardzeit an.

    § 5 Wahlschein
    (1) Der Wahlleiter bestimmt die Richtlinien für Form und Inhalt des Wahlscheines, Form der Wahlscheinzugehung zu den Stimmberechtigten – wenn keine persönliche Zustellung stattfindet, muss der Wahlschein von jedem Stimmberechtigten öffentlich zu erreichen sein – sowie eventuelle Sicherheitsbestimmungen.
    (2) Der Wahlschein muss Angaben über die Form der Abgabe des Stimmzettels enthalten.

    § 6 Stimmzettel
    (1) Der Stimmzettel benötigt folgende Form:
    1. Kennzeichnung der anstehenden Wahl,
    2. Liste der Kandidaten,
    3. Flächen zum Kenntlichmachen der Stimmabgabe,
    4. Angaben zur Höchstimmenzahl.
    5. Bei der Wahl zum Reichskanzler: Die Möglichkeit der Enthaltung.
    6. Bei nur einem Kandidaten auf ein Amt auch die Möglichkeit eine „Wu“-Stimme abzugeben.
    (2) Der Wahlleiter legt die Form der Abgabe des Stimmzettels fest.

    § 7 Ablauf einer Volksabstimmung
    (1) Eine notwendige Volksabstimmung, die nicht eine Wahl ist, wird mit Bekanntgabe des zeitlichen Ablaufs und des Abstimmungsgegenstandes durch den Kaiser 5 bis 3 Tage vor der Zeichnungsfrist eingeleitet. Sie wird von einem Abstimmungsleiter geleitet, § 3 Abs. 4 gilt entsprechend.
    (2) Die Zeichnungsfrist beträgt 120 Stunden und endet an einem Samstag oder Sonntag um 18.00 Uhr Chinopischer Standardzeit.
    (3) Während der Zeichnungsfrist hat der Stimmberechtigte anzugeben, ob er dem Abstimmungsgegenstand zustimmt oder nicht. Sofern genauso viele Stimmberechtigte dem Abstimmungsgegenstand zugestimmt wie ihn abgelehnt haben, gilt der Abstimmungsgegenstand als abgelehnt.

    § 8 Bekanntgabe des Ergebnisses
    Der Wahl- oder Abstimmungsleiter gibt das Ergebnis der Wahl oder Abstimmung öffentlich nach Schließung der Wahllokale und dem Auszählen der Stimmen bekannt.


    Abschnitt 2 - Wahlen zur Reichsversammlung

    § 9 Gemeinsame Wahl
    Die Wahlen zum Reichskanzler und zur Reichsversammlung finden zeitgleich und durch eine gemeinsame Wahlhandlung statt.

    § 10 Wahlhandlung
    (1) Die Kandidaten für das Amt des Reichskanzlers und die Mandate der Reichsversammlung werden gemeinsam aufgelistet.
    (2) Die Reichskanzlerkandidaten sind als solche eindeutig zu kennzeichnen und als erste aufzulisten.
    (3) Jeder Wahlberechtigte hat fünf Stimmen und kann diese beliebig auf die Kandidaten verteilen. Nichtabgegebene Stimmen verfallen. Gibt ein Wahlbertigter mehr als fünf Stimmen ab, so ist der Wahlschein ungültig.

    § 11 Mandatsverteilung
    (1) Der Wahlleiter stellt eine Liste der Kandidaten zusammen und zählt für jeden die auf ihn entfallenen Stimmen.
    (2) Es ziehen so viele Kandidaten ein, bis der bestplatzierte Kandidat weniger als die Hälfte und die beiden bestplatzierten Kandidaten zusammen weniger als zwei Drittel der auf die Einziehenden entfallenen Stimmen auf sich vereinen.
    (3) Haben auf den letzten Platz mehrere Kandidaten den gleichen Anspruch, so ziehen sie gemeinsam ein.
    (4) Sollten die Gebote des Abs. 2 auch nach dem Einzug aller Kandidaten nicht erfüllt sein, ist dies unschädlich.

    § 12 Stimmverteilung in der Reichsversammlung
    (1) In der Reichsversammlung vereinen sich 657 Stimmen und werden anteilig auf die einziehenden Kandidaten verteilt.
    (2) Die auf die einziehenden Kandidaten entfallene absolute Stimmzahl bei der Wahl wird ganzheitlich addiert und dient als Berechnungsgrundlage.
    (3) Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten wird gem. dem Stimmanteil des Kandidaten an der Berechnungsgrundlage nach
    Die Stimmanzahl eines einziehenden Kandidaten errechnet sich wie folgt:
    1. Die Gesamtzahl der Stimmen in der Reichsversammlung wird multipliziert mit den erhaltenen Wählerstimmen des Kandidaten und dividiert durch die Summe der auf alle einziehenden Kandidaten entfallenen Wählerstimmen. Das Ergebnis wird ganzzahlig abgerundet.
    2. Übrige Stimmen werden reihum an jene Kandidaten vergeben, welche den höchsten Nachkommawert gem. Nr. 1 erlangt haben.
    3. Haben auf die letzte übrige Stimme mehrere Kandidaten den gleichen Anspruch, so soll der stimmenschwächste Kandidat gem. Nr. 1 sie erhalten oder bei Gleichstand der Wahlleiter entscheiden.

    § 13 Einberufung der Reichsversammlung
    (1) Der Kaiser oder sein Beauftragter beruft die neugewählte Reichsversammlung spätestens am 5. Tage nach der Wahl ein.
    (2) Jedes gewählte Mitglied erklärt dadurch die Annahme seines Mandates, dass er innerhalb von 5 Tagen nach der Einberufung der Reichsversammlung den verfassungsmäßigen Eid schwört. Wenn die Abwesenheit eines gewählten Mitgliedes vorher kund getan wurde, ist dieses Mitglied befugt, innerhalb von 5 Tagen nach seiner Rückkehr den Eid zu schwören.
    (3) Wenn ein Gewählter nicht innerhalb der Frist den Eid schwört oder seinen Verzicht erklärt, ist erneut gem. § 12 zu verfahren, sofern die Bedingungen von § 12 Abs. 2 durch die übrigen Gewählten nicht erfüllt sind.
    (4) Im Falle der Anwendung von Abs. 3 wird die Stimmenzahl der Mitglieder der Reichsversammlung entsprechend § 13 Abs. 2 und 3 neu ermittelt.

    § 14 Thronrede
    (1) Der Kaiser hat das Privileg, zu Beginn der Sitzungsperiode die Reichsversammlung auf Umstände aufmerksam zu machen, Maßnahmen zur Beratung zu empfehlen, die er für nützlich erachtet sowie gegenüber den Staatsdienern und den Einwohnern Chinopiens Lob auszusprechen und Besserung zu verlangen.
    (2) Der Kaiser kann dies durch eine Rede tun, die er selbst in der Reichsversammlung hält oder von einem Beauftragten verlesen lässt.
    (3) Politische Erklärungen, welche die Regierungspolitik berühren, bedürfen der Zustimmung durch den Reichskanzler.

    § 15 Ausscheiden eines Mitglieds der Reichsversammlung
    (1) Ein Mitglied der Reichsversammlung kann nach der Eidesleistung folgendermaßen aus der Reichsversammlung ausscheiden:
    1. Es gibt die Niederlegung seines Mandates bekannt;
    2. es verliert sein passives Stimmrecht;
    3. es wird unter Mandatsanklage gestellt und verurteilt.
    (2) Scheidet ein Mitglied aus der Reichsversammlung aus, so fällt sein Mandat vakant.

    § 16 Auflösung der Reichsversammlung
    (1) Sofern die Reichsversammlung aufgelöst wird, werden Neuwahlen innerhalb von 20 Tagen eingeleitet. Es gelten die Maßgaben des § 4.
    (2) Mit Einberufung einer neugewählten Reichsversammlung endet die Legislaturperiode der alten Reichsversammlung.

    § 17 Mandatsanklage
    (1) Verletzt ein Mitglied der Reichsversammlung die ihm obliegenden aus dem Mandat erwachsenden Pflichten, kann die Reichsversammlung beschließen, dieses Mitglied unter Mandatsanklage zu stellen.
    (2) Die Reichsversammlung ist befugt, über die Mandatsanklage Gericht zu halten. Niemand kann ohne die Zustimmung einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen verurteilt werden. Enthaltungen werden für die Ergebnisfindung berücksichtigt.
    (3) Das Urteil beschränkt sich in den Fällen der Mandatsanklage auf den Entzug des Mandates.
    (4) Das Urteil wird unverzüglich durch den Kaiser vollstreckt. Er besitzt das Gnadenrecht.


    Abschnitt 3 - Wahlen zum Reichskanzler

    § 18 Wahl zum Reichskanzler
    (1) Zum Reichskanzler ist gewählt, wer unter den Reichskanzlerkandidaten die meisten Stimmen erhalten hat.
    (2) Kommt auch hier keine Mehrheit für einen der Kandidaten zustande oder ist das Ergebnis nicht zweifelsfrei festzustellen, erwählt die neue Reichsversammlung unmittelbar nach ihrem Zusammentritt mit einfacher Mehrheit einen Reichskanzler aus den Best- und Gleichplatzierten Reichskanzlerkandidaten.
    (3) Erlangt keine Kandidat die erforderliche Mehrheit, so ernennt der Kaiser einen der Kandidaten zum Reichskanzler.

    § 19 Neuwahlen
    Neuwahlen zum Reichskanzler finden zeitgleich mit den Neuwahlen zur Reichsversammlung gem. §§ 9, 10 und 17 statt.



    Abschnitt 4 – Wahlprüfung

    § 20 Zuständigkeit
    (1) Der Wahlprüfungsausschuss prüft auf Einspruch die Gültigkeit von Wahlen und Abstimmungen des Volkes auf Reichsebene. Provinzwahlen werden durch ein Verfahren im Kaiserlichen Gerichtshof geprüft.
    (2) Der Wahlprüfungsausschuss setzt sich aus dem Kaiser, dem Reichskanzler, dem Präsidenten der Reichsversammlung, dem Präsidenten des Kaiserlichen Gerichtshofes sowie dem Reichswahlleiter zusammen. Sollte einer der Posten nicht oder mehrere Posten durch die gleiche Person besetzt sein, wird der Wahlprüfungsausschuss verkleinert. Entsteht dadurch eine gerade Anzahl an Stimmen, rückt der nächsthohe Adelige in den Wahlprüfungsauschuss nach.
    (3) Der Kaiser leitet die Verhandlunden des Wahlprüfungsauschusses.
    (4) Die Verhandlungen des Wahlprüfungsauschusses müssen öffentlich einsehbar sein, jedoch hat kein Nichtmitglied darin Rederecht, sofern es nicht zu einer Aussage durch den Wahlprüfungsauschuss eingeladen wird.
    (5) Der Wahlprüfungsausschuss fasst seine Beschlusse mit relativer Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Enthaltungen gelten als Nichtabgabe der Stimme.

    § 21 Einspruchsberechtigte
    Zum Einspruch ist berechtigt:
    1. Jeder Stimmberechtigte, wenn er mindestens durch zwei Stimmberechtigte unterstützt wird;
    2. Stimmberechtigte, deren Rechte durch Maßnahmen der Wahlbehörden verletzt sind;
    3. Kandidaten, deren Rechte durch Maßnahmen der Wahlbehörden verletzt sind;
    4. jedes Mitglied der Reichsversammlung.

    § 22 Form und Fristen
    Der Einspruch ist beim Kaiser spätestens am 7. Tag nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses einzureichen und zu begründen. Bei gemeinschaftlichem Einsprüchen soll ein Bevollmächtigter benannt werden.

    § 23 Ungültigkeit der Wahl und Folgen
    (1) Werden bei einer Wahl Unstimmigkeiten festgestellt oder eine Wahl für ungültig erklärt, so sind die sich daraus ergebenden Folgen festzustellen. Mit der Rechtskraft der Entscheidung sind die Folgen durch den Kaiser unverzüglich zu vollziehen.
    (2) Folgen können sein:
    1. Korrektur des Wahlergebnisses;
    2. Korrektur der Mandats- oder Stimmverteilung im Falle von Rechenfehlern oder bei im Nachhinein aufkommenden Unstimmigkeiten über das aktive und passive Stimmrecht von Personen;
    3. Einleitung und Durchführung einer Neuwahl.


    Abschnitt 5 - Schlussbestimmungen

    § 24 Inkrafttreten, Übergangsbestimmungen
    (1) Dieses Reichsgesetz tritt mit seiner Verkündung in Kraft.
    (2) Nach diesem Gesetz zu wählende Amts- und Mandatsträger führen ihre Aufgaben bis zur Neuwahl fort.
    Ning Cai
    Parteivorsitzender der Gelben Liga &
    Fraktionsführer der Gelben Fraktion