Ein Haus an der Nordküste

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    • Ein Haus an der Nordküste

      Handlung:
      Da ihr Vater wieder in Chinopien weilt, hat es sich Jez im Wochenendhaus an der Nordspitze der Storcheninseln gemütlich gemacht.
      Während Long Ju eher dem Kendo zugetan war, hat es Jez das Kyudo angetan, sodass das Gebäude eine angeschlossene Schießbahn hat.
      Jez muss nur die Schiebetüren öffnen und kann so relativ einfach trainieren. Von den drei Qualitäten ist Jez mittlerweile auf der zweiten Stufe angekommen.
      Für die dritte sieht sie sich selbst noch zu unruhig und aggressiv an.
      Die Abgeschiedenheit hilft jedoch.

    • Handlung:
      Jez hat lange über die Nachricht ihres Vaters nachgedacht.
      Soll Sie wirklich aufs Festland zurückkehren?
      Der Tag ist sonnig und sie hat die Schiebetüren zur Schießbahn geöffnet und kniet auf dem Boden, den Bogen zu ihrer linken, die Pfeile zu ihrer rechten.
      Zum einen würde sie nur zu gerne Ai wieder sehen, zum anderen hat sie eine Verpflichtung auf den Storcheninseln, die weit über den dortigen Firmenableger hinaus geht.
      Langsam erhebt sie sich schließlich und begiebt sich auf den gepflasterten Rundweg um das Haus. Das Gebäude als solches ähnelt einem altem Gebäude im tenge Stil, es steht auf Pfosten einen halben meter über dem Boden.
      An der Süd-Ostseite hat Jez einen großen Blumengarten angelegt, nicht für sich.
      Als sie dort ankommt bleibt Jez kurz stehen und genießt den Ausblick, den aus eigener Erfahrung weiß sie, dass man stundenlang aufs Meer schauen.
      Unweigerlich wandert ihr Blick jedoch auf den Grund, warum die Wege um das Haus gepflastert sind.
      Jez liebt ihren Vater, mehr als alles andere dafür, dass er einst sagte, sein größter Erfolg sei es, nicht der größte und reichste Industriele in Chinopien zu sein, sondern weil er Julia Wagner für sich gewinnen konnte, die ihm schließlich eine bildhübsche Tochter geschenkt hat.
      Doch irgendwo, tief in ihr hasst sie ihren Vater, für seinen größten Misserfolg.
      Langsam begibt sich Jez zum Zentrum des Blumengartens.
      Dort angekommen zieht sich eine Frau mit einer leichten Verbeugung zurück, der Jez nur kurz zunickt.
      Langsam kniet sie sich hin und nimmt die Hände ihrer Mutter in ihre, die abwesend summt.
      Die braunen Augen blicken dumpf aufs Meer, die wunderschönen Haare sind zwar gekämmt, gewaschen und zu einem Zopf gebunden, aber haben ihr altes Glänzen verloren.
      Jez weiß nicht, was ihre Mutter hat, ebensowenig wie ihr Vater und die besten Mediziner der Welt. Es scheint als hätte sie sich in sich selbst zurückgezogen.
      Ein Arzt hat einmal gesagt, dass es so schiene, als hätte ihre Mutter den Lebenswillen verloren, aber nicht die Kraft hinüber zu gehen.
      Und dafür hasst sie ihren Vater. Als sie klein war dachte sie, dass ihr Vater allmächtig sei, ein strenger Blick und er bekam was er wollte. Später hat sich das Bild getrübt, ihr Vater war skrupellos, kriminell sogar.
      Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechterte, setzte er Himmel und Höllen in Bewegung, aber als sich nichts fand um Julia zu helfen...
      Sie seufzt. Manchmal versteht sie ihn. Aber ihre Mutter in Tsingtao im großen Herrenhaus in einem eigenen Flügel zu verstecken, das konnte keine Lösung sein. Böse Worte waren gefallen, als sie ihm vorwarf, sein Herz sei aus Stein und er habe ihre Mutter aufgegeben.
      In gewisser Weise hatte sie recht, aber als sie ihren Vater Nachts am Bett ihrer Mutter hat sitzen sehen, ihre Hand in der seinen, so bitter hat sie seitdem nie wieder geweint.
      Und dennoch, für all die gewisperten Worte denen sie verbotenerweise Gelauscht hat, dass es ihm zu viel wurde, wie er ohne sie zwei Mädchen aufziehen sollte...
      Mit bebender BRust atmet Jez tief ein und aus.
      Nein, ihrer Mutter geht es hier besser, schon des Klimas wegen.



      Mama? Ich muss aufs Festland... Vater... ich fürchte er könnte etwas dummes machen... und ich muss nach Ai schauen...

      Handlung:
      Wie so oft sucht sie in den Augen ihrer Mutter nach einem Funken, wenn sie ihren Vater erwähnt, doch wie so oft, scheint Julia ihre Anwesenheit nicht richtig wahrzunehmen.
      Dennoch scheint ihr Herz einen Schlag auszusetzen, als ihre Mutter die Hand hebt.
      Mit großen Augen folgt Jez der Bewegung, legt sie etwa die Hand auf ihre Wange?
      Doch nein, sie erkennt im Augenwinkel den Schmetterling neben ihrem Kopf.
      Enttäuscht beißt sie sich mit den Zähnen auf die Unterlippe.
      Dann gibt sie ihrer Mutter einen Kuss auf die Stirn, steht auf und begibt sich ins Haus.


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