Schreiben aus dem Königreich Pottyland

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  • Schreiben aus dem Königreich Pottyland


    Potopia, den 24. November 2019

    Königreich Pottyland
    Der Außenminister


    An die geschätzte Regierung Chinopiens


    Geschätzte kaiserliche Familie,
    geschätzte Regierung Chinopiens,

    das Königreich Pottyland möchte seine Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass die Bedrohung von außerhalb nach unseren Quellen beseitigt werden konnte.
    Aufgrund der Geschehnisse rund um den Kriegshafen Tsingtao sahen wir uns gezwungen, eine Reisewarnung auszugeben, die so bald wie möglich aufgehoben werden soll.

    Daher bitten wir um eine kurze Mitteilung Ihrerseits, ob die Regierung Chinopiens die Lage im Kaiserreich als "stabilisiert" betrachtet.

    Zudem drängt uns ein weiteres Anliegen. Es gehen Gerüchte um, dass ein bärtiger, fischstäbchenrauchender Seefahrer an der Operation teilgenommen haben soll. Wir haben Grund zur Sorge, dass dieser möglicherweise wildgurkenhaltiges Wildgurkenbier hergestellt und ausgeschenkt haben könnte.
    Daher bitten wir ferner um Mitteilung, ob dort Hinweise auf den Ausschank wildgurkenhaltigen Wildgurkenbieres vorliegen. In diesem Fall erlauben wir uns, anzuregen, dieses Verbrechen an der Menschlichkeit sofort zu vernichten. Es sollte niemand Bier trinken müssen, das aus Wildgurken hergestellt wurde.

    Sollte die Lage in Chinopien gesichert sein, würde ich gerne im Rahmen eines offiziellen Besuchs der Regierung des Kaiserreichs persönlich meine vorzügliche Hochachtung versichern. Sofern gewünscht und möglich, gäbe dies auch die Gelegenheit, die jahrelangen, jedoch leider eingeschlafenen, Beziehungen zu erneuern.


    Ich verbleibe mit der Hoffnung auf eine wildgurkenfreie Antwort,


    Lord Reis, Außenminister des Königreichs Pottyland
  • Handlung:
    In einer kurzen, aber höflich gehaltenen, Mitteilung lässt Pottyland mit leicht sorgenvollem Tonfall anfragen, ob das Schreiben vom 24.11.19 eingegangen ist.
    Die Reisewarnung besteht weiterhin, da hinsichtlich des Gurkengehalts in chinopischen Bierwaren noch keine positive Mitteilung einging.
    Anlässlich des bevorstehenden Geburtstags des Königreichs besteht zudem eine gesteigerte Nachfrage nach auswärtigen Getränken - auch Alkoholika -, um den Gästen eine reichhaltige Auswahl zu bieten. Solange die Gurkenfrage ungeklärt ist, würde jedoch weiterhin der Import chinopischer Getränke still liegen.





  • Potopia, den 27.02.2020


    An die Regierung
    des Kaiserreichs Chinopien


    Liebe Regierung Chinopiens,


    leider sind all unsere Kontaktversuche seit unserer außenpolitischen Wiedererstarkung erfolglos gewesen. Das verstehen wir dahingehend, dass von Seiten Chinopiens die stets fruchtbaren Beziehungen zum Königreich Pottyland nicht fortgeführt werden sollen.
    Das finden wir schade, doch wir respektieren diesen Schritt.


    Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass wir es für sinnvoll erachten, uns Ihrer Bewertung der Beziehungen anzuschließen und daher ebenfalls den Status als "nicht vorhanden" einstufen - natürlich mit der Option, dies jederzeit zu ändern, wenn es von Ihnen gewünscht ist.


    Leider bedeutet dies auch, dass damit die visumfreie Einreise für chinopische Bürger wegfällt. Die Bürger Chinopiens, die sich derzeit in Pottyland aufhalten, werden natürlich nicht im Stich gelassen oder ausgewiesen. Doch wird ihnen nahe gelegt, sich in nächster Zeit um ein Visum nebst Aufenthaltsgenehmigung oder die pottyländische Staatsbürgerschaft zu bemühen.

    Die mangelnde Fortführung der Beziehungen bedeutet natürlich auch beiderseits, dass die allgemeinen Freiheiten der Lüfte nicht mehr gegeben sind, da hierfür ein funktionierender Daten- und Kommunikationsverkehr gegeben sein muss.
    Dies betrifft auch den Schiffsverkehr, so dass chinopischen Schiffen eine Durchfahrt durch die pottyländischen Hoheitsgewässer nicht mehr ohne weiteres zugestanden werden kann.


    Die Auswirkungen für das Königreich Pottyland sind hierbei marginal. Da das Kaiserreich Chinopien diese Folgen offenbar in Kauf nimmt, werden Sie dies mit Sicherheit auch hinreichend berücksichtigt haben.


    Ich möchte noch einmal betonen, dass uns stets an guten Beziehungen zu Chinopien gelegen war und ist. Sollte das Kaiserreich diese ebenfalls wieder aufnehmen wollen, sind wir gerne zu Gesprächen bereit.


    Lord Reis, Außenminister des Königreichs Pottyland