Kaiserreich Chinopien

Kaiserlicher Palast

Der Kaiserliche Palast (chin. Gùgong) im Herzen der Haupt- und Residenzstadt des Kaiserreiches, Qianlongjing, ist die größte Palastanlage der Welt. Auf einer Grundfläche von 720.000 km², wovon insg. 150.000 bebaut sind, befinden sich 890 Pälaste und eine Unzahl Pavillons. Die Gesamtanzahl der Räume beträgt 9.999 - eine sehr symbolische Zahl, darf doch nur der Himmel 10.000 der ihrigen besitzen.

In früheren Zeiten durfte kein Gebäude in Qianlongjing den Kaiserlichen Palast an Höhe überragen und der öffentliche Zugang zu ihm wurde erst nach der Revolution 1921 freigegeben, woraus sich erklärt, dass der Palast auch "Verbotene Stadt" (chin. Zijìnchéng) genannt wird.

Erbaut wurde der Palast unter Kaiser Leng Xi in den Jahren 1510 bis 1524 ausgerichtet an der Nord-Süd-Achse - welche ihre Fortsetzung in der gesamten Stadtanlage Qianlongjings findet - unter Einsatz einer Unmenge an Sklaven, wobei manche Quellen von bis zu einer Million sprechen, und sonstiger Arbeiter. Umfasst ist er mit einer zehn Meter hohen und 3.428 Meter langen Mauer sowie einem entsprechenden, sechs Meter tiefen Wassergaben. In jeder der vier Himmelsrichtungen befindet sich ein Tor mit dazugehörigen Turm und an jeder der vier Mauerecken ein Eckturm.

Die Farbe Gelb domiert unzweifelhaft, sind doch alle Dachziegel in dieser Farbe glasiert. Dieser Umstand ist sehr einfach zu erklären: Gelb ist die Farbe der Kaiser, welche seit dem Bau alle in diesem Palast residierten.

Das Tor der höchsten Harmonie im Süden, welches den äußeren Hof (chin. Waichao), auf welchen sich z.B. der Ehrenplatz zum Empfang auswärtiger Gäste befindet, in zwei teilt, gibt den Blick auf das wichtigste Gebäude der Anlage frei: die Halle der höchsten Harmonie.

Die 35 m hohe und 2.400 m² große Halle (chin. Taihedian) ist der chinopischen Mythologie nach der Mittelpunkt der himmlischen Ordnung auf Erden und somit auch des Kaiserreiches. In der von 24 Säulen getragenen Halle der höchsten Harmonie fanden und finden die wichtigsten Zeremonien der Kaiser statt: seien es Krönungen, Trauungen oder Titelverleihungen.

In ihrer Mitte erhebt sich das, was ihr ihren Status einbringt, nämlich der Thron der Göttlich Erhabenen Kaiser: der Drachenthon.

An die Halle der höchsten Harmonie schließen sich in Form der Halle der mittleren Harmonie (chin. Zhonghedian) und der Halle der Bewahrung der Harmonie (chin. Baohedian) zwei weitere solche an.

Sobald man an ihnen vorbeigeschritten ist, betritt man den in chinopischer Sprache Neiting genannten inneren Hof, wo sich in mehreren Palästen und Gebäuden die Wohnbereiche der Himmelskinder und ihres Anhangs befinden. Daran schließen sich die weitläufigen Kaiserlichen Gärten an.

Bewacht und Geschützt wird das gesamte Areal durch die gut 3.000 Mann starke Kaiserliche Garde, einem besonderen Bestandteil der Kaiserlichen Streitkräfte, der dem direkten Befehl des Kaisers untersteht. Gegründet wurde sie ebenso von Kaiser Leng Xi im Jahre 1509 oder 1510. Sie sorgt dafür, dass der Kaiserliche Palast das bestbeschützte Gebäude Chinopiens, wenn nicht sogar der Welt, darstellt.

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