Kaiserreich Chinopien

Mittelalter (ca. 500 - ca. 1500)

522 - 555: Durch den politischen und wirtschaftlichen Aufschwung sowie den Handel waren Luxusgüter und Kunstwerke aus ganz Chinopien bald begehrte Handelsware auf der ganzen bekannten Welt. Vor allem Seide und Papier zählten zu den begehrtesten Waren. Zu dieser Zeit hielt auch der Buddhismus einen langsamen Einzug als neue Religionsform, der eine Symbiose mit dem Konfuzianismus und dem Taoismus einging. Am meisten geprägt wurden dadurch die Goshark-Höhen, wodurch das Volk der Gosharen seine Ethnogenese endgültig abschließen konnte und bis heute im ethnischen Sinn ein eigenes, wenn auch aufgrund des engen Kontaktes und der Reichszugehörigkeit chinopisiertes Volk bildet, was seine Eigenheiten niemals verloren hat.

555 - 867: Nachdem ein kaiserlicher General rebellierte und den Kaiser ermorden lässt sowie an seiner statt den Thron besteigt, beginnt die Ära der Tang-Dynastie.
Das Kaiserreich erreicht seinen bisher größten Gebietsstand durch Eroberungen der Tang in Inner-Renzia und entlang der Küste.
Gebäude wurden bis zum Ende der Dynastie im sogenannten "Feng-Shui-Stil" erbaut, einer Methode bei der beim Bau günstige Luftströme und Erdstrahlen gemessen und untersucht wurden, um eine Übereinstimmung mit den Prinzipien der Harmonie zu erreichen.
Im 7. Jahrhundert wird erstmals Papiergeld in Umlauf gebracht.

867: In diesem historischen Jahr zerfiel das Reich nach dem Aussterben der Tang in drei Reiche. Das Liang-Reich, das die gesamte Westküste einschloss, mit Tsingtao als Hauptstadt, das Song-Reich, das sich vor allem im äußersten Osten mit der Hauptstadt Sunya festsetzte, und dem größten Teil, das Sui-Reich, das mit dem heutigen Reichsland Qianlong die größte wirtschaftliche Macht besaß und den Handel in die fernen Länder auf dem Landweg als einziges Aufrecht erhielt - vorest sollte Huang He dessen Haupststadt sein.
Die von der Tang-Dynastie eroberten Gebiete entziehen sich dem chinopischen Herrschaftsbereich bzw. der Teilreiche und gehen schlagartig verloren.
Ebenso wie in den Jahren 232 - 310 n. Chr. führt in der Folgezeit ein jeder Herrscher der drei Reiche den Kaisertitel, womit der Anspruch auf die Herrschaft über das Gesamtreich verbunden ist.

867 - 925: Die immerwährenden politischen und militärischen Auseinandersetzungen führten zu einer Schwächung des Handels und schwächten die Besatzungen an den Grenzen.

925 - 966: Die chinopischen Herrscher der drei Reiche vereinigen sich in Tsingtao zu einer diplomatischen Sitzung. Nach mehreren Jahren Verhandlungszeit findet sich endlich ein Gleichgewicht und es herrscht Aufbruchstimmung für eine neue Friedenszeit, wobei das "Dreikaiserproblem" nicht behoben werden kann.

966: Qianlongjing ("Hauptstadt des himmlischen Überflusses") wird als neue Residenz der Sui-Dynastie gegründet.

966 - 979: Nachdem sich das neue System bewährt hat, gibt es im Jahr 979 einen Zwischenfall: Kunming Fu, der Herrscher der Sui, durchbricht das Siegel der Vereinigung und erklärte den beiden Reichen Liang und Song den Krieg.

979 - 982: Bereits nach kurzer Zeit wurde Kunming Fu bis nach Qianlongjing zurückgedrängt, wo er hingerichtet wurde. Damit löste sich das Sui-Reich auf. Die damit verloren gegangenen Wirtschaftsverbindungen lösten sich auf. Das Reich konkretisierte seine eigenen Interessen auf das eigene Gebiet.
Streitigkeiten um die Aufteilung des Sui-Reiches führen zum Krieg zwischen Liang und Song, welchen letztgenanntes für sich entscheidet und so das Reich wieder unter einer einheitlichen Dynastie eint. Sie verlegen ihre Hauptstadt von Sunya in das zentraler gelegene Qianlongjing.
Ein weiteres Ergebnis des Zusammenbruchs des Sui-Reiches war, dass die Provinz Xinhai zwar weiterhin formal im Reichsverband verbleibt, aber langsam als teilunabhängige Provinz beginnt, eigene Wege zu beschreiten.

982 - 1120: In dieser Zeit erreichte die Aristokratie den Gipfel ihrer Macht innerhalb des Reiches als Zeichen der politischen und wirtschaftlichen Erschöpfung Chinopiens. Die Adelshäuser versetzten der traditionellen Regierungskaste letztendlich den Gnadenstoß. Die Militärs und wohlhabenden zivilen Kaufmänner wurden ihrer Macht enthoben und durch wohlhabende Adelsfamilien ausgetauscht.

1120 - 1131: Die Ostanen, welche kurz zuvor im Khanat Tarstastan mit der Hauptstadt Rhygjinn politisch geeint wurden, überfallen immer wieder die Grenzstädte nahe der nur teilweise fertig gestellten Chinopischen Mauer im Norden. Nachdem sie wenige Monate darauf die Mauer umgangen hatten, plündern sie scheinbar ohne Strategie die Städte Chinopiens.

1131-1134: Ein riesiges Fußsoldatenheer mit vielen Tausend Soldaten wurde beauftragt, Ostania zu erobern. Jedoch wurden die Soldaten innerhalb weniger Stunden in einer grausamen Schlacht am heutigen M'ing-Fluss nahe der heutigen Stadt gleichen Namens vollkommen von den berittenen Ostanen zermürbt. So liegt Chinopien offen und die Ostanen erobern schnell das gesamte Reich; so ziehen sie nach einer monatelangen Belagerung 1132 in Qianlongjing ein. In den nächsten zwei Jahren fallen auch die letzten Widerstandsnester.

1134 - 1250: Nach dem Ende der Invasion der Ostanen wurde von selbigen die Yuan-Dynastie in Chinopien ausgerufen. Bedeutende Städte wie M’ing, Yumen, Nanchang und Yiyang werden in dieser Zeit gegründet.
Die Ostanen erweitern durch ständige Feldzüge sehr schnell immer weiter das Gebiet ihrer Herrschaft, und so stehen sie letztendlich im Jahre 1163 am Großen Graben. Begünstig durch die weiträumige ostanische Herrschaft finden zahlreiche religiöse Minderheiten Einzug in Chinopien, unter anderem Christen, Muslime und Juden, wie auch von westlichen Handelsreisenden berichtet wird, die den Kaiserhof von Qianlongjing erreichen.
Doch bald zerfällt der ohnehin lockere Reichsverband in einzelne Territorien, die zwar weiterhin de jure dem ostanischen Großkhan und chinopischen Kaiser unterstehen, aber faktisch unabhängig sind und sich somit der direkte Herrschaftsbereich des Oberhauptes auf Chinopien und die ostanischen Stammlande beschränkt - so entstehen u. a. auch die Almachen im heutigen Andro als nördlicher Zweig der Ostanen. In der Folgezeit verlor die Militärmacht der Ostanen schon bald an Stärke und der letzte Kaiser der Yuan-Dynastie musste kinderlos abtreten, nachdem viele Bürger und hoch angesehene Menschen ihm den Dienst verweigerten. Mit dem Verlust ihres chinopischen Herrschaftsraumes zerfällt nun auch endgültig das ostanische Großreich. Die Teilstämmen, welche außerhalb der ostanischen Stammlande siedelten, wurden in Folge meistens von anderen Völkern assimiliert.
Zu erwähnen ist weiterhin, dass sich durch den Einfall der Ostanen Xinhais Selbstständigkeit immer weiter verstärkt, was letztendlich in der Zustimmung des chinopischen Kaisers und ostanischen Großkhanes zur Begründung eines de facto eigenständigen Fürstentums im Jahre 1150 gipfelt. Dessen Herrscher erkennen aber Jahrhunderte lang die Oberherrschaft des chinopischen Kaisers an, so dass der ideelle Anspruch des Kaisers aufrecht erhalten wird und von dieser Seite auch nach dem Sturz der Yuan-Dynastie kein Grund besteht, einen beschwerlichen Krieg zur Rückeroberung des Gebietes in den gebirgigen und schwer zugänglichen Gebieten Xinhais führen zu müssen.

1250 - 1450: Nach dem Ende der Yuan-Dynastie übernimmt die Ming-Dynastie den chinopischen Thron. Diese Zeit ist gekennzeichnet von einer Wiederauferstehung und Auslebung der chinopischen Kultur nach dem Jahrhundert der Fremdherrschaft. Ebenso unternahmen die folgenden Kaiser große Schritte zur Wiederherstellung der Wirtschaft und des Handels sowie zur Sicherung der Grenzen, nachdem der nationale Zusammenhalt in der Yuan-Dynastie verloren gegangen war.
Die Ming-Dynastie wurde vor allem bekannt durch das hohe Maß an qualitativ hochwertiger und wertvoller Kunst, wie z.B. die berühmten Ming-Vasen.
Nach ihrem Sturz reorganisieren sich die (südlichen) Ostanenhorden im Khanat Tartastan. Sie sowie ab dem 14. Jahrhundet ihre östlichen Nachbarn in der Manzhou, die Manzhouzu, welche vorher eher friedfertig und wenig in Erscheinung traten, aber nun erstarkten und erste Raubzüge ins chinopische Gebiet unternahmen, sind immer wieder eine große Bedrohung. Erst um 1400 gelingt es, durch schwere Feldzüge für mehr als zwei Jahrhunderte Ruhe an die Nordgrenzen zu bringen und die Ostanen tributpflichtig zu machen. Zur Sicherung der nördlichen Grenze wird die Chinopische Mauer zum heute noch zu bestaunenden Verteidigungsbollwerk ausgebaut.

1450: Kaiser Petchyko kommt an die Macht im Chinopischen Reich. Er ist der Überzeugung, dass das Reich zu einer Seemacht heranreifen muss und lässt den Hafen Tsingtaos mit stattlichen Werften ausbauen und beginnt auch bald mit dem Bau von Segelkriegsschiffen.

1450 - 1503: Die Seekriegsflotte des Chinopischen Reichs erweist sich als Schutzflotte. Obwohl man mehrfach versucht hatte einige Inseln zu erobern - so auch diejenigen des heutigen Pahlawans -, blieb es meist erfolglos. Somit beschränkten sich die Aufgaben dieser starken Seemacht darauf zu verteidigen und die Gewässer von Piraterie freizuhalten.
Aber auch größere Entdeckungsfahrten mit riesigen Flotten, unter denen sich die sog. "Schatzschiffe" befanden, wurden unternommen. So wurde auch die alte, nur noch aus Erzählungen bekannte Route nach Astor und Stralien wiederentdeckt.
An Diya, welches sich aufgrund seiner geographisch günstigen Lage zu einer bedeutenden Handelssiedlung entwickelte, wuchs das Interesse des Kaisers, so dass er es 1474 in Verbund mit tributpflichtigen Stämmen, welche zwischen der Südgrenze des Reiches und Diya siedelten, belagern ließ und einnahm. In der Folge erhält die Stadt ihren noch heute gültigen Namen "Diyarasu".
Das Volk begrüßte den neu erstandenen Reichtum und konnte durch seine Liebe zur Kunst die alte Kultur auch im normalen Öffentlichkeitsleben wieder einsetzen. Kaiser Petchyko verlieh seiner Dynastie eine absolutistische Prägung, die von seinen Nachfolgern abgeschwächt wurde.
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