Kaiserreich Chinopien

Kultur

Es ist natürlich mehr als schwer, eine mehr als 3.000 Jahre alte Kultur vollends zu umschreiben, vor allem wenn noch dazu kommt, dass Chinopien weit heterogener ist, als man dies vielleicht von anderen Staaten gewohnt ist: Minderheiten-Kulturen gibt es vielfach, religiöse und sprachliche Vielfalt ist an der Tagesordnung etc. pp. Auf dieser und den nachfolgenden Seiten kann Ihnen somit nur ein kleiner Ausschnitt des kulturellen Lebens innerhalb des Kaiserreiches Chinopien geboten werden.

Einen Einstieg kann Ihnen vielleicht mit der weltbekannten Chinopischen Küche (chin. Qíncan) geboten werden, die dafür prädestiniert erscheint.

Eins vorweg: die Chinopische Küche existiert nicht. Sie besteht eher aus einer Unzahl verschiedener Traditionen sowie regionaler Vorlieben und Ausprägungen. Die wichtigsten Zutaten sind aber der Reis (chin. Mi), verschiedene Getreidesorten, Schwein, Huhn, Ente und Gänse.

Während in den nördlichen Gebieten des chinopischen Kulturraumes eher Getreidespeisen bevorzugt werden, sind dies in den südlich Reisgerichte. Außer bei den ethnischen Minderheiten fehlen Milchprodukte fast vollends. Ebenso sind süße Nachspeisen eher selten anzutreffen, so dass die Chinopische Küche nicht unbedingt für ihre Desserts bekannt ist.

Chinopische Speise mit Fleisch, Gemüse und Reis, dazu Tee und Bier

Die aus dem Daoismus bekannte Fünf-Elemente-Lehre findet sich auch in der Esskultur wieder: sauer steht für Holz, bitter für das Feuer, süß für die Erde, scharf für Metall und salzig für Wasser.

Gegessen wird in der Regel mit Essstäbchen, zu denen sich nur bei Suppe mit einem Keramiklöffel ein anderes Essbesteck gesellt. Messer finden sich fast ausschließlich in der Küche, wo sie dazu dienen, die Speisen "stäbchengerecht" zuzubereiten.

Generell lässt sich sagen, dass das gemeinsame Essen stark ritualisert ist. Während man an einer drehbaren runden Platte Platz nimmt, sitzen die Ehrengäste links und rechts neben dem Gastgeber, der sich stark um diese bemüht, indem er ihnen selbst eingießt und besonders große Stücke serviert. Es wird immer darauf geachtet, mehr Essen anzubieten, als die Gäste verspeisen können. Anderenfalls würde dies zu einem Gesichtsverlust des Gastgebers führen. Am Tisch sind Schmatzen und laute Essgeräusche keineswegs verpönnt, was für westliche Beobachter nicht unbedingt ihren Gewohnheiten entspricht.

Es kann auch vorkommen, dass bei solchen Gelegenheiten Alkohol in großen Mengen verzehrt wird - hier vor allem: Pflaumen- und Reiswein oder aber auch nach westlichen Vorbild gebrautes Bier.

Darüber hinaus gibt es in Chinopien natürlich ein weiteres äußerst wichtiges Getränk: der Tee (chin. Chá).

Dieser wird in allen Variationen angebaut und verzehrt, sei es der am meisten getrunkene Grüne Tee (chin. Lü Chá), Roter Tee (chin. Hóng Chá) - im Westen eher als Schwarzer Tee bekannt -, Oolong (chin. Wulóng Chá), Weißer Tee (chin. Bái Chá), bedufteter Tee (chin. Gui Chá) oder gepresster Tee (chin. Fang Chá).

Um den Tee hat sich ganze Kultur entwickelt, deren Audruck sich in der Teezeremonie (chin. Cháyì) findet. Diese läuft in etwa und kurz zusammengefasst folgendermaßen ab:

Zunächst werden die Teeschalen und die Kanne mit heißem Wasser ausgespült. Sodann werden die Teeblätter in die Kanne gegeben und über sie heißes Wasser gegossen. Dieser erste Aufguss wird sofort in die Schälchen ausgegossen und nicht getrunken. Alsgleich folgt ein zweiter Aufguss, der etwa 10 bis 30 Sekunden ziehen gelassen wird. Dieser wird schichtweise in die Schalen gegeben. Die Aufgüsse werden dann immer wiederholt - teilweise bis zu 15 mal -, während man das Ziehenlassen immer verlängert, womit jeder "Schritt" eine andere Geschmacksnote entfaltet.

Chinopische Teezeremonie

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