Kaiserreich Chinopien

Adel

Der Adel (chin. Guìzú) ist älter als das Kaiserreich selbst, denn er ist ununterbrochen seit der Frühzeit der chinopischen Kultur nachweisbar. Selbstverständlich haben sich seine Zusammensetzung und seine Aufgaben sowie Rechte im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer wieder gewandelt; so auch in der Neuzeit: 1848 auf rein zeremonielle Aspekte zurückgestutzt, erlebte er in den letzten Jahren eine wahre Renaissance und hat viel seiner alten Stellung wiedererlangt.

Der Adel unterteilt sich traditionell in vier Rangstufen: die des Wang (Prinz), des Gongjue (Herzog), des Zijue (Graf) und des Nanjue (Freiherr). Eine Besonderheit des chinopischen Adelssystems ist, dass der Titel je Generation um eine Rangstufe abnimmt (der Sohn eines Zijue ererbt beispielsweise den Titel eines Nanjue).

Für die Verleihung eines Adelstitels ist einzig der Kaiser zuständig.

Den Titel des Wang tragen die Söhne des Kaisers und seine weiteren direkten männlichen Nachkommen, seine Brüder und die direkten männliche Nachkommen seiner Geschwister, sein Vater, seine Großväter, seine Ur-Großväter usw.; die Töchter und die weiteren direkten weiblichen Nachkommen, die Schwestern und die weiblichen direkten Nachkommen seiner Geschwister sowie seine Großmütter, Ur-Großmütter usw. des Kaisers, sofern sie nicht den Titel der Kaiseringroßmutter, Kaiserinurgroßmutter usw. tragen, tragen den Titel Gongzhu (Prinzessin).
Darüber hinaus kann der Kaiser kan die Oberhäupter von zehn Häusern ebenso das Recht verleihen, den Prinzen bzw. Prinzessinnentitel zu tragen.

An fünf der Prinzen bzw. Prinzessinnen kann der Kaiser die Ehrentitel des Zhong Wang (Prinz der Mitte), Xi Wang (Prinz des Westens), Nan Wang (Prinz des Südens), Bei Wang (Prinz des Nordens) und Dong Wang (Prinz des Ostens) bzw. in weiblicher Form Zhong Gongzhu (Prinzessin der Mitte) usw. vergeben.
Alle Wang bzw. Gongzhu bilden zusammen mit dem Kaiser, seinen Gemahlinnen und den Kaiserlichen Müttern die Kaiserliche Familie.

Besonders der Zhong Wang ist noch einmal besodners hervorgehoben, ist er doch der Adelsmarschall (chin. Guizu Yuanshuai), als welcher er über das öffentliche Verhalten aller Adeligen wacht und sie notfalls durch geeignete Maßnahmen an ihre besondere Stellung in der Öffentlichkeit des Reiches erinnern soll. Er macht dem Kaiser Vorschläge zu Veränderungen im Adelsstand oder weist ihn auf Fehlverhalten von Adeligen hin.

Der Ehepartner eines Angehörigen des Adelsstandes trägt den Titel des ihr oder der ihm Angetrauten als Höflichkeitstitel, welcher kein Adelstitel im eigentlichen Sinne ist. Der Mann einer regierenden Kaiserin trägt den Titel eines Fürsten (chin. Hóu).

Das gesamte Adelswesen, wie es hier beschrieben ist, ist im Kaiserlichen Erlass über den Adel kodifiziert. Dieser sagt auch in seinem § 8 etwas über die Pflichten eines Adeligen aus:

"Da sie dem Reiche zur Zierde gereichen ist es Pflicht jedes Adeligen, dem Reich und dem Kaiser getreulich zu dienen und jede Unbill und Schmach abzuwenden."

Demgegenüber stehen dem Adel auch Rechte zu:

"§ 7 Rechte des Reichsadels
Jedem Adeligen des Reiches ist es erlaubet, seinen Titel und nach der Bill des Kaisers das Wappen seines Hauses öffentlich zu führen."

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